Vor einigen Tagen habe ich euch hier im Blog das HP TouchPad vorgestellt. Ein Tablet, das auf webOS basiert. Wir wissen inzwischen alle, dass HP keine neuen Produkte mit webOS mehr produzieren wird. Das ist sehr schade in meinen Augen. Andererseits bedeutet das natürlich nicht, dass auch die Entwicklung von webOS eingestellt wurde. Davon zeugt nicht zuletzt die Tatsache, dass es bereits zwei Updates für das HP Touchpad in den vergangenen Monaten gegeben hat. Dieses Thema habe ich hier aber schon oft und ausführlich diskutiert. Also weiter im Text. Jetzt wird es nämlich für euch spannend.

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Gestern stellte Samsung auf dem hauseigenen Blog ein neues Team von Programmierern vor, die seit Januar am next-gen OS der Firma arbeiten. Sie planen nichts Geringeres, als mit dem OS der größte Hardware- UND Software-Produzent zu werden. Es wird dabei ein Chrome OS-ähnlicher Ansatz gewagt, bei dem der Formfaktor des Endgerätes keine Rolle mehr spielen soll. Apps und Services, die von jedem, von überall und immer verwendbar sind und sämtliche Installationsprozesse vom Endnutzer fernhalten sollen. Samsung eifert damit auch Apple nach, die schon immer die Kontrolle über beide Seiten ihrer Systeme – Soft- und Hardware – hatten und damit bekanntlich sehr gut im Rennen sind, nachdem HP die selbe Strategie – mit webOS und eigener Hardware – vorerst auf Eis gelegt zu haben scheint.

Samsungs Software-Entwickler-Team

Quelle: Samsung

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Hach, Windows Phone 7. Ich weiß noch, dass zum Marktstart von Windows Phone 7 sehr viel Wirbel um das neue mobile Betriebssystem von Windows gemacht wurde. Das lag natürlich nicht zuletzt daran, dass Microsoft ordentlich die finanziellen Muskeln spielen hat lassen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was sich geändert hat, ist die Nachfrage nach Windows Phone 7 Smartphones, die inzwischen bei Amazon preislich von High-End in die Kategorie Einsteiger-Smartphones gerutscht sind. Kein Spaß. Viele der Smartphones, die bei der Veröffentlichung teils bei über 500 Euro lagen, bekommt man heute für unter 200 Euro. Zu diesem Thema habe ich bereits einen ausführlichen Kommentar geschrieben: Windows Phone 7 ist tot! – Es leben Windows Phone 7! An der ganzen Misere sind jedoch nicht die Hersteller schuld, die hervorragende Hardware geliefert haben, sondern ganz alleine Microsoft. Teure Anwendungen im Windows Marketplace, fehlende Features und fehlende Updates haben immer mehr Kunden dazu bewegt, doch lieber auf Android zu setzen. Eigentlich schade, denn wie Das Experiment! – Google Android gegen Windows Phone 7 getauscht! zeigt, steckt in Windows Phone 7 ordentlich Potential.

Das ist übrigens auch meine Meinung, denn ich mag die klaren Strukturen von Windows Phone 7 sehr. Es gibt eine letzte Chance für Microsoft und die heißt Windows Phone 7.5 Mango. Das Update bringt zahlreiche neue Features und fehlende Funktionen – leider etwas spät. Immerhin werden das Update wohl alle Windows Phone 7 Smartphones erhalten, im Gegensatz zu Google Android ein großer Vorteil. Glaubt man dem Windows Phone Dev Podcast ist es nächste Woche soweit.

Next week is going to be a big week for Windows Phone.  We have been told by various sources that Mango will be dropping and the final tools will be dropping for developers, so that would be interesting and something to look forward to.

Immerhin das wäre dann geschafft. Neue Kraft kann Windows Phone 7 jedoch nur durch neue Smartphones erhalten. Bald wird man wohl von Nokia die ersten Windows Phone 7 Smartphones sehen und auch HTC hat mit dem HTC Radar und HTC Titan die ersten Windows Phone 7.5 Mango Smartphones vorgestellt. Gleichzeitig hört man von Samsung zumindest gerüchteweise, dass wohl bald Schluss ist mit Windows Phone 7 Devices. LG Electronics hält noch das LG E906 in der „Jil Sander“-Edition in der Hinterhand.

Im Bereich mobile Betriebssysteme dominieren iOS und Google Android. Daran hat webOS nichts geändert und auch Windows Phone 7 konnte sich bislang nicht etablieren. Während webOS inzwischen so gut wie tot ist, lebt Windows Phone 7 weiter, vor allem weil es sich Microsoft aus Prestigegründen schlicht nicht erlauben kann, zu kapitulieren. Man wird sehen, was Windows Phone 7.5 Mango noch retten kann.

Quelle: WPSauce.com

Nachdem ich dachte, dass die ganze Sache mit dem HP TouchPad gegessen sei, veröffentlichte der notebooksbilliger.de Blog heute einen Artikel, worin angekündigt wurde, dass sie morgen vormittag (Dienstag) 1300 TouchPad’s zu einem Preis von je 129 € verschenken verkaufen. Hierbei handelt es sich um die 32GB Variante mit wi fi. Des Weiteren darf jeder Kunde nur ein Gerät kaufen. Dies empfinde ich als sinnvoll, damit nicht eine Person mehrere kauft und diese dann zu einem höheren Preis weiter verkauf. Ihr benötigt zum kauf einen Facebook-Account, da der Verkauf über den Facebook-Shop läuft. Das ganze läuft nach dem Prinzip:  first in, first serve. Also heißt es: schnell sein! Wenn die Hacker und Tüftler, wie in diesem Video gezeigt weiter machen, wird es auch nicht mehr all zu lange dauern bis wir die Möglichkeit haben Androide auf dem HP Tablet zu installieren.

Während des Bestellvorgangs müsst ihr eure Daten angeben, diese werden laut notebooksbilliger.de nicht an Facebook weiter gegeben.

„Ihr benötigt also einen Facebook-Account, innerhalb des Shops benötigen wir nur eure persönlichen Daten, die NICHT an Facebook übermittelt werden.“

Hier findet ihr einen Test in Form eines Youtube-Videos, welches von Sascha von netbooknews.de erstellt wurde:

Quelle: blog.notebooksbilliger.de

Gestern war ich in München beim HP webOS Event. Etwas verregnet, dennoch gab es die drei neuen Highlights von HP zu sehen: das Tablet HP TouchPad* und die beiden Smartphones HP Veer* und HP Pre3*. Alle drei webOS-Devices werde ich in den kommenden Wochen hier ausführlich testen. Ein Hands-On Video, sowie meine ersten Eindrücke vom neuen HP Lineup gibt es schon jetzt. 

HP TouchPad

Als ich damals den Palm Pre mit webOS bekam, war ich begeistert. Ein tolles und vor allem intuitives Betriebssystem. Die Weiterentwicklung hat leider etwas unter den Problemen von Palm gelitten, die im Verkauf an HP mündeten. Nun ist webOS zurück – erstmals auf einem Tablet. Das HP TouchPad ist ausgestattet mit einem Qualcomm Snapdragon Dual-Core-CPU APQ8060 mit 1,2 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher, 16 GB bzw. 32 GB interner Speicher, 9,7 Zoll XGA Multitouch-Bildschirm mit 18-Bit-Farbdisplay und einer Auflösung von 1.024 x 768, 1,3 Megapixel Frontkamera, Bluetooth und W-LAN. Als Betriebssystem kommt webOS 3.0 zum Einsatz. 3G fehlt leider.

So viel zu den technischen Details. In der Praxis wirkt das HP TouchPad zunächst recht groß. Kein Wunder bei 740 g Gewicht und Abmessungen von 19 x 1,4 x 24 cm. Das ganze Gerät ist aus Kunststoff gefertigt. Dies ist wohl der Hauptgrund dafür, dass das HP TouchPad auf den ersten Blick nicht sonderlich hochwertig anmutet, gerade wenn man zuvor ein Gehäuse aus Metall gewöhnt war. Nach einer Weile stellt man dann aber fest, dass das webOS-Tablet trotz allem sehr gut verarbeitet ist. Wer das Plastikgehäuse nicht mag, kann sich auch einfach ein Case kaufen. Problem gelöst.

Für mich persönlich steht beim HP TouchPad definitiv die Software im Vordergrund und die ist gelungen. webOS 3.0 wird mit vier Keyfeatures beworben: Multitasking, Just Type, Synergy und Touch-to-Share. Zum Thema Multitasking muss man nicht viel sagen. Schaut euch einfach das Video an und ihr wisst, wie Multitasking auf jeder Plattform sein sollte. Super Feature! Just Type wird euch ebenfalls im Video vorgeführt, allerdings habe ich dies fälschlicherweise als HP Synergy betitelt. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen. Just Type ist im Prinzip eine globale Suche, wie man sie auch von Android und iOS kennt – ergänzt mit der Möglichkeit, mit den Suchbegriffen zu interagieren. HP Synergy bringt alle Informationen zu einem Kontakt und dessen Status in den einzelnen sozialen Netzwerken zentral zusammen. Abschließend möchte ich noch Touch-to-Share hervorheben, in meinen Augen das wichtigste Feature von webOS. Der Name ist Programm: zwei webOS-Devices berühren sich und Daten werden von einem Gerät auf das andere übertragen. Funktioniert derzeit nur mit URLs, was ihr auch im Video sehen könnt. Möglich ist aber alles, angefangen von Spielständen, über Kartendaten bis hin zu Kontakten. Kommt alles via Update. Irgendwann.

Ich finde das HP TouchPad, aber vor allem webOS, wirklich klasse. Weiterhin interessant: fast jeder, mit dem ich gestern gesprochen habe, meinte, dass webOS definitiv schöner und intuitiver als Android ist. Habe ich schon vor zwei Jahren gesagt. Egal. Zum Marktstart gibt es 300 Anwendungen, die für das TouchPad angepasst sind. Insgesamt gibt es natürlich für webOS bedeutend weniger Apps, als etwa für iOS oder Android. Über den Erfolg von webOS entscheiden letztendlich die Verkaufszahlen, denn nur dann, wenn genug Geräte verkauft werden, wird die Plattform auch für Entwickler interessant.

So viel zum HP TouchPad. Ein ausführlicher Test folgt, sobald mein Reviewexemplar angekommen ist. Wenn ihr das nächste Mal beim Computerhändler eures Vertrauens seid, schaut euch das TouchPad an! Je nach Händler müsst ihr mit 500 Euro bis 600 Euro rechnen.

 

HP Pre3

Wer den Palm Pre mochte, wird den HP Pre3 lieben. Ernsthaft. Das Gehäuse wirkt viel besser verarbeitet und es kommt ein sehr hochwertiger Kunststoff zum Einsatz. Technisch gesehen bietet der Pre3 einen Qualcomm MSM 8×55 1,4 GHz Prozessor, 16 GB internen und 512 MB Arbeitsspeicher, eine 5 Megapixel Kamera mit LED-Blitz und ein 3,58 Zoll Multitouch-Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixel. Erweitern lässt sich der interne Speicher nicht.

webOS läuft auf dem HP Pre3 sehr flüssig und arbeitet auch gut mit dem HP TouchPad zusammen, wie ihr im Video sehen könnt. Die QWERTZ-Tastatur ist eine nette Ergänzung zum Touchscreen. Die UVP für den HP Pre3 liegt bei 449 Euro, sprich 400 Euro bei Amazon, wenn das Smartphone in einigen Wochen auf den Markt kommt. Ob webOS mit dem Pre3 und TouchPad endlich den gewünschen Erfolg bringen wird? Ich weiß es nicht. Hardware und Software lassen keine Wünsche offen. Leider fehlt die öffentliche Beachtung, die iOS- und Android-Devices genießen. Und diese ist dringend nötig.

HP Veer

Darf es auch eine Nummer kleiner sein? Dann ist das HP Veer das ideale Smartphone. Bereits auf den ersten Blick fällt die Ähnlichkeit mit dem Pre3 ins Auge. Stimmt, allerdings verfügt das HP Veer nur über 8 GB internen Speicher und ein 2,6 Zoll Display. Auch der Prozessor ist mit 800 MHz deutlich schwächer. Die Kamera hat 5 Megapixel.

Bei Amazon ist das HP Veer für 299 Euro gelistet. Nicht günstig, aber auch nicht zu teuer. Für mich ist das HP Veer deshalb nicht interessant, weil 2,6 Zoll einfach zu klein sind, wenn man viel im mobilen Internet surft und längere E-Mails verfasst. Wer aber darauf Wert legt, dass ein Smartphone in der Tasche nicht auffällt und trotzdem alle Funktionen bietet, die auch „große“ Smartphones bieten, dann ist das HP Veer genau das Richtige.

Ich hatte gestern leider nur drei Stunden Zeit, das HP TouchPad, HP Veer und HP Pre3 anzuschauen, zusammen mit zig anderen Leuten. Aus diesem Grund sind bislang alles nur vorübergehende Einschätzungen der webOS-Devices. Mehr Infos kommen in den nächsten Wochen. Wenn ihr Fragen habt, dann nutzt einfach die Kommentarfunktion!

Morgen ist es soweit. In München findet ab 18 Uhr das HP webOS Event statt. Ich werde dort live für euch vor Ort sein. Was wird dort passieren? Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein webOS Event von HP, auf dem unter anderem das neue HP TouchPad, sowie HP Pre 3 und HP Veer präsentiert werden.

Einigen von euch dürften die webOS Devices bereits ein Begriff sein. Morgen werden außerdem wichtige Persönlichkeiten aus dem Hause HP anwesend sein und in Interviews Rede und Antwort stehen. Euch stehen nun alle Möglichkeiten offen, sowohl mich als auch die Anwesenden bezüglich allem, was HP, webOS und die neuen Geräte angeht, mit Fragen zu bombardieren.

Wie? Über Google+. Die neue Plattform bietet einige Möglichkeiten, die sich besonders für Live-Blogging anbieten – zum Beispiel der Auto-Upload von Bildern, die man dann direkt vom MacBook aus noch mit Text versehen kann. Morgen könnt ihr mich ab 14 Uhr auf meinem Weg zum webOS Event begleiten. Ab 18 Uhr berichte ich dann live unter m4gic.net/+. Wer noch keine Einladung zu Google+ hat, kann in den Kommentaren einen Kommentar mit E-Mail Adresse hinterlassen, Einladung folgt dann in Kürze.

Ich freue mich auf die Unterhaltungen mit euch und bin gespannt, wie sich Google+ als Tool für Live-Blogging schlägt.

In den letzten Tagen habe ich mich ja bekanntermaßen ausführlich mit dem neuen Windows Phone 7 beschäftigt und euch meine Erfahrungen mit Windows Phone 7 auf dem LG OPTIMUS 7 geschildert. Auch diverse Apps (Twitter, Facebook, Flux) und Xbox Live Spiele (The Harvest, Flight Control) für Windows Phone 7 habe ich für euch in einem Video zusammengetragen.

Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass je nach App die Ladezeiten bei Windows Phone 7 relativ lang sind und dies scheint sich nun tatsächlich auch bei der breiten Masse als Problem zu manifestieren. Wie unter anderem tutsi.de berichtet, klagen überall auf der Welt Besitzer neuer Windows Phone 7 Smartphones darüber, dass Apps sehr lange zum Laden brauchen und teilweise sogar abstürzen. Beides kann ich bestätigen, auch wenn mir nur ein Programm jemals abgestürzt ist und das auch nur, weil ich es etwas überlastet hatte.

Hinzu kommen Probleme mit dem GPS-Empfang, der je nach App überhaupt nicht funktioniert. Als jemand der sowohl iOS, WebOS und Google Android von Anfang an mitverfolgt und beobachtet hat, kann ich an dieser Stelle nur dazu raten, Windows Phone 7 nicht zu früh zu verurteilen. Ihr müsst sehen, dass das neue mobile OS erst ein paar Tage wirklich auf  dem Markt ist und jede Software zu Beginn noch Kinderkrankheiten hat. Zum Teil haben die langen Ladezeiten auch überhaupt nichts mit Windows Phone 7 selbst zu tun sondern schlicht mit der jeweiligen Anwendung. Da Windows Phone 7 eigentlich ansonsten sehr flüssig läuft, denke ich, dass die langen Ladezeiten bei Anwendungen bald durch Updates korrigiert werden. Ich habe euch unten noch einmal beide Videos von mir beigefügt, so dass ihr euch selbst ein Bild von den Ladezeiten machen könnt.

Windows Phone 7 auf dem LG OPTIMUS 7 im Test – erste Erfahrungen from Frank Feil on Vimeo.

Windows Phone 7 – Facebook, Twitter, Flux und Xbox Live Spiele im Test from Frank Feil on Vimeo.

Nachdem in den letzten Tagen im Internet Gerüchte kursierten, dass Palm die Produktion des Palm Pre, Palm Pre Plus und Palm Pixi stoppen würde, hat sich nun der Sachverhalt geklärt: Palm hat die Produktion nur für das chinesische Neujahrsfest gestoppt und nimmt die Produktion danach regulär wieder auf.

Also keine Sorge, es wird auch weiterhin den Palm Pre und Co. kaufen geben!

Palm regularly adjusts its product manufacturing levels to manage inventory. In anticipation of the Verizon Wireless launch and Chinese New Year, we increased production levels prior to February, and anticipate ramping production back up after the Chinese New Year ends. – Derick Mains

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Mir kommt es ja oft so vor, als ob viele Menschen erst seit dem iPhone wissen, dass man mit dem Mobiltelefon auch im Internet surfen kann. Sicher ist auf jeden Fall, dass seit Einführung des iPhone im Jahr 2007 die Nutzung des mobilen Internet rapide zugenommen hat. Obwohl inzwischen Smartphones wie der Palm Pre oder das Motorola Milestone ebenfalls recht beliebt beim Surfen im Internet sind, zeigt eine aktuelle Statistik von AdMob für das vierte Quartal 2009, dass das iPhone mit Abstand auf Platz 1 in den USA und Europa liegt, wenn es ums Surfen im mobilen Internet geht.

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Im Februar diesen Jahres war ich auf dem Mobile World Congress in Barcelona, wo unter anderem auch Palm sein neues Smartphone mit dem Namen Palm Pre vorstellte. Seit längerer Zeit war es still um Palm geworden, umso überraschter war ich, als ich den Palm Pre das erste Mal sah. Irgendwie war mir klar, dass das Gerät einen Hype auslösen wird und ich sollte recht behalten.

Seit einiger Zeit ist der Palm Pre bereits in den USA erhältlich und feiert dort große Erfolge. Am 13. Oktober 2009 kommt das neue Smartphone mit Palm’s hauseigenem WebOS nun in Deutschland auf den Markt – exklusiv bei O2 Germany. Ich hatte nun die Gelegenheit den Palm Pre für euch vorab zu testen und habe dies natürlich auch getan. Wer keine Lust hat, den ganzen Text zu lesen, kann sich auch einfach untenstehendes Video anschauen.

Verarbeitung & Design

Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Mal, als ich den Palm Pre in der Hand hatte, etwas skeptisch war. Der Palm Pre ist komplett aus Plastik gefertigt und fühlt sich zunächst auch so an. Dies kann jedoch auch einfach ein subjektives Empfinden sein, und ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Palm Pre ein Slider ist, bei dem man eine vollständige QWERTZ-Tastatur ausfahren kann. Dadurch wirkt das Gerät nicht so solide, wie etwa das iPhone (mit dem der Palm Pre allzu gern verglichen wird – dazu später mehr).

Im Endeffekt ist dies aber nicht wirklich ein Kritikpunkt und wir schauen uns den Palm Pre weiter an. Hat man die Tastatur ausgefahren, kommt auf der Rückseite ein Spiegel zum Vorschein (wurde der Pre etwa von einer Frau entworfen?) – welchen Zweck dieser verfolgt, blieb mir allerdings bis dato verschlossen. Zur Tastatur ist zu sagen, dass diese gut gelungen ist, jedoch die Tasten relativ klein sind und von Menschen mit Wurstfingern und langen Fingernägeln wohl nur schwer zu bedienen sind. Schade finde ich, dass auf eine Software-Tastatur verzichtet wurde, denn der Touchscreen wäre groß genug gewesen und es wäre in manchen Situationen praktisch, die Tastatur nicht ausziehen zu müssen.

Mit einem Gewicht von 136 g und Abmessungen von 59,9 mm x 100,5 mm x 16,95 mm ist der Palm Pre recht kompakt, gerade wenn man die QWERTZ-Tastatur bedenkt.

Was steckt drin?

Aus technischer Sicht ist der Palm Pre am Puls der Zeit. Das 3,1-Zoll Touchscreen mit einer 320 x 480 Pixel Auflösung liefert brilliante Bilder und spricht auf jede Berührung sofort an. Dies ist gerade bei Smartphones, die nur via Finger bedient werden, extrem wichtig. Die Kamera bringt es mit 3 Megapixel und einem LED-Blitz zwar nicht auf Bestwerte, aber wer einen Palm Pre kauft, will ja auch kein Fotohandy?!

Fürs surfen im Internet stehen natürlich WLAN, HSDPA, UMTS und EDGE zur Verfügung. Wer gerne mit Geotags arbeitet, dürfte am integrierten GPS-Empfänger seine Freude haben. Ansonsten bringt der Palm Pre einen Licht-, Beschleunigungs- und Annäherungssenor und natürlich Bluetooth mit sich. Noch Wünsche offen? Klar! Einen großzügigen internen Speicher, welchen Palm mit 8 GB auch liefert! Wem das nicht reicht, kann diesen natürlich erweitern.

WebOS als Betriebssystem und Bedienung des Palm Pre

In Zeiten von Symbian, Windows Mobile, iPhone OS und Google Android ist es schwierig, ein eigenes Betriebssystem zu etablieren. Palm hat davor nicht zurückgeschreckt und mit dem WebOS ein in meinen Augen wirklich gelungenes Smartphone Betriebssystem abgeliefert.

Nach dem ersten Starten des Palm Pre wird man zunächst durch einen Einrichtungsprozess und danach durch eine interaktive Videoeinführung geführt. Hat man sich diese zu Gemüte geführt, weiß man eigentlich schon alles, was man zur Bedienung des Pre wissen muss. Die Software arbeitet recht zügig, neue Programme öffnen und schließen sich binnen Sekunden und selbst das Surfen im Internet gestaltet sich flüssig – was nicht zuletzt an der Unterstützung von Multi-Touch Gesten liegt.

Einen echten Pluspunkt hat Palm für die Möglichkeit verdient, WebOS direkt über den Palm Pre zu updaten – ein PC ist nicht nötig. Wenige Klicks genügen und das Smartphone erledigt alles von selbst. Ähnlich einfach gestaltet sich das Suchen und Installieren von Programmen im App Store von Palm, wie ihr im Video später sehen könnt.

Fazit

Der Palm Pre kommt am 13. Oktober 2009 zu O2 Germany und ist dort für 480 € ohne SIM-Lock und Vertrag zu haben (natürlich auch subventioniert mit Vertrag). Für diesen Betrag erhält man ein Smartphone, welches keine Wünsche offen lässt: schickes Design, echte QWERTZ-Tastatur (es soll ja Menschen geben, die noch immer nichts von einem Software-Keypad halten) und mit WebOS ein sehr schnelles und recht intuitives Betriebssystem, welches sich durch den App Store quasi unendlich in seiner Produktivität erweitern lässt.

Die Aussage, dass Leute, die das iPhone nicht mögen, zum Palm Pre greifen werden, kann ich an dieser Stelle nicht unterstützen, da beide Geräte ihre Vor- und Nachteile und insbesondere ihre Eigenheiten haben.

Wenn ihr noch irgendwelche Fragen habt, oder ich irgendwas für euch testen soll, zögert nicht die Kommentar-Funktion zu nutzen!