Vor einigen Wochen habe ich im App Store gesehen, dass die Süddeutsche Zeitung eine eigene App in den App Store gebracht hat. Einige Zeit später habe ich bei Trigami ein Angebot erhalten, in dem es darum ging, genau diese App vorzustellen. Beim Durchlesen der Auftragsbeschreibung bin ich über einen Satz gestolpert, in dem darauf hingewiesen wird, dass man doch bitte ein möglichst positives Feedback im App Store hinterlassen sollte.

Ansonsten wurden die zahlreichen Vorteile und positiven Aspekte der App und der Süddeutschen im Allgemeinen aufgezählt. Es sollte auch jedem klar sein, dass wenn ein Unternehmen Blogger beauftragt ein Review zu verfassen, dieses nicht schon in der Auftragsbeschreibung irgendwelche negativen Aspekte erwähnt. Im Gegenteil, bei Trigami gilt, wie jeder weiß: die eigene Meinung zählt und die kann auch negativ sein.

Nun war mir aber klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis irgendein Blog daraus einen Skandal macht und siehe da, am heutigen Morgen war Twitter und mein FeedReader voll davon. Wenn man bedenkt, dass das positive Feedback im App Store nur einen kleinen Teil der Kampagne ausmacht und durch die Kampagne höchstens 30 oder 40 Bewertungen zu Stande gekommen wären, dann erscheint es auf Grund der mehreren Hundert bereits abgegebenen Bewertungen fast schon als Farce, wenn Blogs titeln „Süddeutsche erkauft sich positives Feedback im App Store“.

Ich weiß, dass viele mir nicht zustimmen werden, aber ich bleibe dabei: die Süddeutsche hat nichts anderes gemacht, wie zahlreiche andere Unternehmen zuvor, nur dass bei der Süddeutschen als renommierte Zeitung nun gleich künstlich Aufregung und Hysterie geschürt wird.

In Zeiten der Wirtschaftskrise ist den Chefs gebeutelter Firmen scheinbar jedes Mittel und jeder Grund recht, um Mitarbeiter zu entlassen. Für einen Skandal sondersgleichen sorgte in dieser Woche ein Betrieb, der einen Mitarbeiter entließ, weil dieser sein Handy am Arbeitsplatz aufgeladen hatte. Als Grund gab der Arbeitgeber Stromdiebstahl an. Der Witz an der Sache war, dass wir hier von Beträgen von circa 0,013 Cent reden, was selbst aus strengster juristischer Sicht nur lächerlich erscheint.

Dies scheint nun auch der Arbeitgeber verstanden zu haben und so teilte das Arbeitsgericht Oberhausen heute mit, dass der 52 jährige Stromdieb noch an diesem Donnerstag seine Arbeit wieder aufnehmen werde.

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Manche Dinge mag man kaum glauben: während sich in Deutschland die Menschen allenfalls über überteuerte Preise oder schlechte Werbekampagnen der Provider aufregen, passieren im arabischen Raum ganz andere Dinge. Der Provider Etisalat hat in Dubai und Abu Dhabi nun nämlich ein Upgrade an seine Kunden mit BlackBerry rausgeschickt, das sich im Nachhinein als Spyware der Firma SS8 Networks herausgestellt hat.

Irgendwie schon beängstigend, dass selbst der eigene Provider, dem man eigentlich vertraut, so etwas machen kann. Genauso wie die Möglichkeit von Amazon, E-Books einfach so zu löschen, zeigt sich, dass die Privatkunde immer mehr den Machenschaften der großen Firmen ausgesetzt ist. Ich mein im ernst, wenn T-Mobile ein Update rausbringt, wer würde daran denken, dass es gefährlich sein könnte?

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Wie diverse Quellen im Internet berichten, soll ab 1. September 2009 nun auch endlich eine Option fürs iPhone-Tethering bei T-Mobile buchbar sein. Man könnte sich ja nun freuen, aber der Preis dafür entbehrt jeder Vernunft: 20 € will T-Mobile monatlich für die Nutzung des iPhone als Modem mit dem Notebook oder am PC. Dafür gibts sogar 3 GB als Obergrenze fürs Datenvolumen.

Mit Verlaubt, das ist die bisher größte Dreißtigkeit, die sich T-Mobile erlaubt hat. Immerhin bezahlt man bisher schon sehr viel für die Complete-Verträge mit Datentarifen, aber 20 € zusätzlich? Nur wenn ich meine Multi-SIM oder mein iPhone mal als Modem nutzen will? No way!

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Es gibt Geschichten die mag man gar nicht so recht glauben. Wie maclife.de berichtet,  steht Apple in den USA vor Gericht, weil dem Großkonzern von einem Mann vorgeworfen wird, dass Apple mit der Mafia zusammenarbeitet. Ja ihr habt richtig gehört, mit der Mafia. Die Klageschrift umfasst ganze 124 Seiten und beschreibt, wie man seinen iPod (direkt aus dem Apple Store) und andere Dinge mit Wanzen und Peilsender ausgestattet hat und ihn damit quält. Sogar Songs seien modifiziert worden. Neben Apple sind aber auch noch die Polizei und das FBI an der Verschwörung beteiligt. Apple wolle ihn damit dazu zwingen, in Ney York als Model zu arbeiten.

WTF? Mal schauen was Apple’s Anwälte so sagen ;)

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