Gestern Abend hat Steve Jobs das neue Tablet von Apple, das Apple iPad, zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Was zuvor angenommen wurde, hat sich bestätigt: das Apple Tablet ist ein überdimensionaler iPod Touch mit iPhone OS.

Denkt man aber mal richtig darüber nach, muss wohl jeder zu dem Schluss kommen, dass ein Tablet eigentlich gar nicht anders aussehen kann und das Apple Tablet so gut wie alle Wünsche erfüllt, die man an ein Tablet richten kann.

Aber fangen wir mit den technischen Details des iPad an:

  • 9,7″ IPS Touchscreen-Display
  • Auflösung: 1024×768 Pixel
  • Prozessor: 1GHz Apple A4
  • Speicher: 16 GB, 32 GB oder 64 GB
  • 802.11n WLAN
  • optional: 3G/UMTS-Empfang
  • Bluetooth 2.1+ EDR
  • Akkulaufzeit: 10 Std bei Benutzung, 1 Monat Stand-By
  • Gewicht: ca. 680g (WiFi-Modell) bzw. 730g (3G-Modell)
  • Maße (HxBxT): 242,8 x 189,7 x 13,4mm
  • Preis: 16GB: 499$, 32GB: 599$, 64GB: 699$ – für die 3G-Modelle zahlt man 130$ Aufpreis

Für Leute, die bereits vom iPhone vorsensibilisiert sind: das iPad ist unlocked und kann mit jeder SIM-Karte verwendet werden!

Kauf und Verfügbarkeit

Das Apple iPad wird ohne 3G bereits in 2 Monaten ausgeliefert werden, während man auf die 3G-Version noch einen Monat länger warten werden muss. Vertrieben wird das iPad wie übja lich über den Apple Store, den Apple Online Store, Amazon und sämtliche weitere bekannte Reseller.

Bewertung

Let’s face it: das Apple iPad ist ein schlankes und recht leistungsstarkes multimedia Tablet, welches wohl den meisten Ansprüchen genügen dürfte. Mit der Einführung von iBooks dürfte Apple, wie bereits im Bereich Musik, auch den E-Book-Markt umkrempeln und zu stärksten Konkurrenz von Amazon werden. Gerade durch die Preispolitik von Apple, ist dem iPad jetzt schon ein gewisser Erfolg sicher, denn für 499 Dollar erhält man ein Apple iPad, welches um einiges mehr kann als das zum fast gleichen Preis angebotene Amazon Kindle – daran ändert auch die Einführung eines App Stores durch Amazon nichts. Wer sich also für E-Books, mobiles Internetsurfen und Arbeiten von unterwegs aus begeistern kann, dürfte im iPad den idealen Begleiter finden (gerade wegen iWork 2010, welches auf dem iPad laufen wird).

Kritik

Obwohl ich ein Fan von Apple bin, komme auch ich nicht darum herum, einige Kritikpunkte am Apple iPad aufzuzeigen. Fangen wir beim Design an: der riesige schwarze Rand sieht einfach unschön aus. Das iPad bietet weder Sync via WLAN noch einen USB-Port. Obwohl es mich nur minder stört, dennoch anzumerken: keine Kamera! Und das Hauptproblem: kein Multitasking und Flash!! Also zumindest die beiden Sachen hätte Apple beheben können zur Einführung eines solchen Produkts.

Fazit

Dinge wie Multitasking und Flash können durch ein Software-Update schnell behoben werden und müssen es mit der Zeit wohl auch. Apple zeigt mit dem iPad, dass auch sie nicht immer überteuert sein müssen. Somit dürfte dem Erfolg des iPad wohl kaum etwas im Wege stehen – außer vielleicht Lieferschwierigkeiten.

Vor einigen Wochen habe ich im App Store gesehen, dass die Süddeutsche Zeitung eine eigene App in den App Store gebracht hat. Einige Zeit später habe ich bei Trigami ein Angebot erhalten, in dem es darum ging, genau diese App vorzustellen. Beim Durchlesen der Auftragsbeschreibung bin ich über einen Satz gestolpert, in dem darauf hingewiesen wird, dass man doch bitte ein möglichst positives Feedback im App Store hinterlassen sollte.

Ansonsten wurden die zahlreichen Vorteile und positiven Aspekte der App und der Süddeutschen im Allgemeinen aufgezählt. Es sollte auch jedem klar sein, dass wenn ein Unternehmen Blogger beauftragt ein Review zu verfassen, dieses nicht schon in der Auftragsbeschreibung irgendwelche negativen Aspekte erwähnt. Im Gegenteil, bei Trigami gilt, wie jeder weiß: die eigene Meinung zählt und die kann auch negativ sein.

Nun war mir aber klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis irgendein Blog daraus einen Skandal macht und siehe da, am heutigen Morgen war Twitter und mein FeedReader voll davon. Wenn man bedenkt, dass das positive Feedback im App Store nur einen kleinen Teil der Kampagne ausmacht und durch die Kampagne höchstens 30 oder 40 Bewertungen zu Stande gekommen wären, dann erscheint es auf Grund der mehreren Hundert bereits abgegebenen Bewertungen fast schon als Farce, wenn Blogs titeln „Süddeutsche erkauft sich positives Feedback im App Store“.

Ich weiß, dass viele mir nicht zustimmen werden, aber ich bleibe dabei: die Süddeutsche hat nichts anderes gemacht, wie zahlreiche andere Unternehmen zuvor, nur dass bei der Süddeutschen als renommierte Zeitung nun gleich künstlich Aufregung und Hysterie geschürt wird.