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Sind Hacks und JailBreaks beim neuen iPhone 3G noch notwendig?

12 June 2008 One Comment

Wenn das alte iPhone eines deutlich gemacht hat, dann dass sich die Leute nicht durch exklusive Vertriebsrechte und SIM-Locks von Firmen auf der Nase herumtanzen lassen. Der vom iPhone ausgelöste Medienhype war und ist beispiellos in der bisherigen Geschichte des Mobilfunks. Noch nie hat es ein Handy geschafft für so viel Aufsehen und Interesse zu sorgen wie das Smartphone mit dem Apfel.

Beispiellos war aber auch die Geschwindigkeit, mit der das iPhone trotz exklusiven Verträgen, in alle Länder der Welt gelangte. Kurz nach Ankündigung des iPhones für die USA konnte man bereits bei Ebay die ersten Vorabbestellungen tätigen. Der SIM-Lock, der das Gerät nur im AT&T Netz anwendbar machen sollte, schien niemand zu interessieren, da man sich hierbei offenbar auf die weltweite Hackerszene verlies. Mit Erfolg. Gestaltete sich das Hacken des iPhones am Anfang noch recht kompliziert, so änderte sich dies von Firmware Version zu Firmware Version. Das Wort “JailBreak” hielt Einzug in unseren Sprachgebrauch und machte das ganze zum Kinderspiel. Mit einem Klick war das iPhone offen für alle Netze und die Anwendungen von Drittanbietern. Schon bald kamen auch Menschen die das iPhone “legal” erworben hatten auf den Geschmack neuer Skins oder einem Messenger fürs iPhone und “jailbreakten” ihre Geräte ebenfalls.

Die wird wohl einer der Gründe dafür sein, dass Apple beim neuen iPhone 3G das Vertriebsmodell komplett geändert hat. Die Geräte werden nun wie normale Handys subventioniert und in vielen Ländern nicht mehr exklusiv durch nur einen Provider vertrieben. Mit der neuen iPhone 2.0 Firmware wird das Smartphone nicht nur für Unternehmen und Bildungseinrichtungen interessant, sondern auch für Software von Drittanbietern geöffnet, die über den bald kommenden App Store vertrieben wird.

Wie man auf der WWDC 2008 gesehen hat, herrscht ein immenses Interesse an der Entwicklung solcher Software und die Firmen scheinen sich förmlich darum zu reißen. Experten gehen davon aus, dass die meisten der Applikationen umsonst im App Store bereit stehen werden. Somit dürften auch Entwickler die Programme bisher für “gejailbreakte” iPhones geschrieben haben, die Chance nutzen und ihre Programme nun auf “legale” Weise aufs iPhone zu bringen. Aus dieser Perspektive wäre ein “JailBreak” fürs iPhone 3G somit unnötig.

Wie sieht es mit dem SIM-Lock aus? Was beim alten Modell vor allem den Reiz ausmachte das iPhone nicht beim offiziellen Provider zu erwerben, war der geringe Preis für den man das Gerät in den USA auch ohne Vertrag erhielt. Beim iPhone 3G allerdings gelten die Preise von 199 € bzw. 299 € weltweit nur in Verbindung mit einem Vertrag. Wer das Gerät ohne Vertrag erwerben möchte, muss mit Preisen um die 500 € rechnen.
Wer einen Vertrag abschließt wird wohl kaum Interesse daran haben eine andere SIM-Karte mit anderem Netz ins iPhone 3G zu schieben. Wer das Gerät für 500 € erwirbt hat so oder so keine Bindung an einen Provider.

Deshalb die große Frage: gibt es überhaupt noch Gründe das neue iPhone 3G zu hacken?



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    One Comment »

    • Gilly said:

      Schön geschrieben.

      Zu Deiner Frage ob ein Sim-Lock notwendig ist:

      So weit ich weiß kostet entweder das SDK etwas oder das einstellen in den Shop oder?

    Euer Kommentar dazu:

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