iPad, Kindle und andere Tablets: Ist Print tot?
Seit der Vorstellung des Apple iPad redet jeder darüber: eBooks, ePapers, etc. und stellt sich die Frage, ob das herkömmliche Medium Print tot ist. Hier habe ich dazu ein sehr interessantes Interview mit Chris Anderson vom Wired Magazine gehört und muss sagen, dass jener den Nagel auf den Kopf trifft.
In der Tat ist die Vorstellung einer volldigitalisierten Welt etwas, das sich irgendwie gut und interessant anhört, in der Realität aber nur von einigen wenigen technisch sehr versierten Menschen mitgetragen wird. Zeitungen und Zeitschriften nur noch auf Tablets lesen – eine Umfrage in einem Medium wie Twitter würde wohl sehr viele Fürsprecher finden, während eine Umfrage in einer Fußgängerzone wohl ganz anders ausgehen würde. Allein schon das Alter spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.
Chris Anderson zieht einen in meinen Augen sehr richtigen Vergleich: Print kann erst tot sein, wenn wirklich jeder mit einem Tablet oder ähnlichem ausgestattet ist. Überlegt man sich, dass heutzutage noch nicht einmal jeder über Internet oder einen DVD-Player verfügt, wird schnell klar, dass Printmedien wohl auch dieses Jahrzehnt überdauern werden.
Noch spannender ist Anderons Ansicht, dass irgendwas das Medium Print zur Premium-Dienstleistung wird, während digitale Zeitschriften und Zeitungen der Standard werden. Stirbt Print also nicht, sondern wird sogar in der Wertschätzung steigen? Vielleicht deshalb, weil man auch bei einem Stromausfall noch den Spiegel oder Stern lesen kann?
Wie seht ihr das alles?
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Für mich ist print tot seit ich mein B&N nook habe. meine bücher kaufe ich jetzt als ebook.
aber schon vorher habe ich meine lesegewohnheiten geändert. ich kaufe keinerlei zeitschriften mehr. alles was ich lesen möchte bekomme ich im netz schneller, teilweise besser und vielmals auch persönlicher. keine publikation die nicht auch im netz zu finden ist. paywall? schreckt mich nicht ab… ich zahle gerne für guten content.
selbst viele artikel lese ich mit hilfe von instapaper und calibre auf dem nook.
Über Printmedien sagte man schon seit der größeren Verbreitung von Computern, dann wieder nachdem Internet groß rauskam, daß das letzte Stündlein geschlagen hätte.
Print ist nicht am Ende, allerdings wird es Print weniger werden.
Nicht ohne Grund winseln solche Homies wie Axel Springer wehement in den Äther:)
Nichts ersetzt die Haptik des echten Buches – vor allen Dingen bei Fachliteratur ist es mühseelig sich durch ein eInk-Device zu blättern. Hier ist das reele Buch einfach haushoch überlegen.
Regards
Jeanot Bruchmann
Das dauert noch Jahre, wenn nicht Lichtjahre ;-)
Erst wenn ICH mir ein Tablet gekauft, dann is Print im A…
Wenn ich an meine Eltern denke, die sind jetzt so um die 60 Jahre. Die würden NIE zum Book-Reader greifen.
Ich hab nen Schwager, der ist so um die 40 Jahre, auch der würde NIE zum Bookreader greifen.
Ich denke, erst wenn in der Schule bzw. im Kindergarten die Book-Reader verpflichtend werden, dann ist die Zeit gekommen. Die Leute müssen nämlich immer zu ihrem Glück gezwungen werden. Aber dafür gibt es ja den Staat.
Bevor allerdings die Schulen bzw. Kindergärten mit Book-Readern ausgestattet werden, bekommen sie wahrscheinlicher erst ein Notebook.
Euer Kommentar dazu:
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