Fractal Design Define S

November 16th, 2015 | Posted by semiconductor in Allgemein | Hardware | Testberichte
  

Fractal Design bietet mit dem Fractal Design Define S ein ganz besonderes Gehäuse mit viel Raum und dennoch hoher Flexibilität. Dabei verzichtet das Fractal Design Define S auf einen Laufwerkskäfig, was etwas ungewöhnlich ist. Ob man tatsächlich ohne Laufwerkskäfig auskommen kann, erfahrt ihr im Review!

Fractal Design Define S-16

 

Beschreibung

 

Mit dem Fractal Design Define S bietet man Moddern ein ganz besonderes Gehäuse: Sehr großes Gehäuse mit zahlreichen Möglichkeiten, Wasserkühlung betreiben zu können und das dennoch im Stile des „Fractal Designs“. Im Gehäuse sind zwei 140mm weiße Lüfter bereits mitenthalten, sowie das Kit mit den jeweiligen Schrauben.

 

Verarbeitung und Design

Designtechnisch bietet das Fractal Design Define S zwei Versionen an: Eine Version (in diesem Falle getestet) ohne Fenster und eine mit seitlichem Fenster. Die fensterlose hat den Vorteil der erhöhten Geräuschdämmung, denn das Gehäuse hat an den beiden dicken Seitenwänden Dämmplatten eingebaut, die die Vibratonen im Gehäuse entkoppeln soll, sowie die Lautstärke senken soll.

Bei der fensterlosen Variante gibt es zudem einen ModuVent Schacht. Diese ModuVent Schächte können entfernt werden und dorthin kann ein Lüfter direkt installiert werden.

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Durch das schwarze, edle und matte Design bietet der Define S inklusive den weißen Lüftern einen sehr stylischen Kontrast. Durch zahlreiche Elemente am Gehäuse, die seriös wirken und dennoch einen High-End Eindruck machen, ist das Gehäuse sowohl für Modder, als auch für das Business bzw. Casual ideal. Das Frontdesign ist flach und gut ausgebaut.

Fractal Design Define S-6

 

Durch die Seiten wird die Luft vom 1. 140mm Lüfter gesogen und ein Unterdruck erzeugt und ins innere geblasen. Die Frontabdeckung kann entfernt werden, wodurch man Zugriff auf das Staubgitter hat. Oberhalb befinden sich die gut verarbeiteten Tasten, sowie die zwei USB 3.0. Anschlüsse. Hier muss man aufpassen, dass die schwarzen USB Anschlüsse tatsächlich USB 3.0 sind, dies kann irritierend sein. Neben der schönen AN/Aus-Taste gibt es außerdem Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon.

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Auf dem oberen Bereich gibt es die von Fractal Design bereits erwähnten ModuVent Schächte Diese gut verarbeiteten Plastikbauteile lassen sich einfach abmachen. Dies bietet unglaublich viele Optionen für die Konstruktion von verschiedenen Airflows, sowie erweiterte Installationsmöglichkeiten für viele Lüfter, als auch Radiatoren.Insgesamt gibt es somit vier entfernbare, modulare Plastikabdeckungen. Das schöne dabei ist, dass man bei Nichtgebrauch das Gehäuse dennoch komplett geschlossen halten kann, um maximale Schalldämmung und Airflow bewerkstelligen zu können.

Fractal Design Define S-16

Im hinteren Bereich kann man den 2. 140mm Lüfter deutlich sehen, sowie den PCI-E Slotbereich mit den weißen Blechstücken. Interessanterweise gibt es keine Löcher für Schläuche, die in oder aus dem Gehäuse gelangen können. Offensichtlich beabsichtigt Fractal Design, so wenig Öffnungen, wie möglich zu gestalten, um so die Wirkung der Schalldämmung effektiv nutzen zu können.

Am äußeren Gehäuse ist nur die komplette Frontabdeckung aus Plastik. Diese lässt sich auch entfernen, um an das Staubgitter gelangen zu können. Die Verarbeitung an den Ecken, sowie am Plastik sind gut bis sehr gut. Das Gehäuse selbst wirkt auch extrem hochwertig und sieht im rechten Licht sehr gut aus. Störend kann einzig die Anfälligkeit für Fingerabdrücke sein, daher ist das Abwischen oft angesagt.

Fractal Design Define S-7

 

Interessant wird das Gehäuse, da kein HDD-Käfig existiert. Dies schafft immensen Support für wortwörtlich alle Grafikkarten. Selbst Servergrafikkarten können problemlos installiert werden. Die Begrenzung ist lediglich das Maß für das Motherboard (Micro, Mini und Normal-ATX, allerdings kein E-ATX). Der Bereich für die Backplate ist sehr großzügig gefasst und die Bohrungen sind alle sehr sauber. Im Bezug zum Kabelmanagement bietet das Define S eine Hülle und Fülle an vielen Optionen. Viele Durchgänge, die durch eine Plastikabdeckung geschützt sind, Kabelkanäle im oberen Bereich für das Netzteil, sowie Kanäle vor allem auf der Rückseite. Auch der vordere Bereich des Netzteils bietet immensen Support für nahezu fast alle Netzteile. Spezielle Netzteile mit längerer Fassung haben hier Platz. Für Wasserkühlung kann der Platz auch für eine große Pumpe genutzt werden und sogar verschraubt werden, sofern man die richtige Größe hat. Reservoires können ohne Verschrauben direkt installiert werden. Und im Extremfall lässt sich selbst im unteren Bereich statt einer Pumpe auch ein 140mm Lüfter nutzen. Insgesamt kann das Gehäuse bis zu neun 140mm Lüfter somit fassen. Auch sämtliche Standardgrößen von Radiatoren finden hier Platz. 420mm Radiatoren mit geringer Breite und Slimlüftern finden unglaublicherweise auch hier im Gehäuse im oberen Bereich Platz. Es sind hier kaum Grenzen gesetzt und Fractal Design hat damit tatsächlich eine allumfassende Lösung gefunden.

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Wie man es auch von Fractal Design gewohnt ist, sind die Standardanschlüsse und Kabel bereits schön geordnet. Man kann im Groben erkennen, wie effizient man im Bezug zum Kabelmanagement sein kann. Hat man jedoch spezielle Verlängerungskabel und zusätzlich viele GPUs, kann auch der hintere Fach etwas eng werden. Richtig wirkungsvoll wird das Kabelmanagement mit extra verkürztem  und selbstgemachtem Kabel.  Auf der linken Seite lassen sich bis zu drei 2,5″/3,5″-Laufwerke installieren. Auf der rechten Seite unterhalb des Bereiches der Backplate passen 2×2,5″ Laufwerke rein. Die Laufwerke werden direkt verschraubt. Ein interessantes Prinzip, allerdings muss man bei der Installation vorsichtig sein, da man entgegen der Schwerkraft schrauben muss. Durch das S-artig geformte Mittelteil bietet es viel Platz beim verlegen vom Kabel. Allerdings hatte unser Motherboard direkt vor der Trennungswand die S-ATA Anschlüsse, wodurch die Installation etwas mühselig war.

Auch im hinteren Fach ist die Qualität sehr gut. Man erkennt die massive Verarbeitung und die runden Kanten und man kann die Wertigkeit gut fühlen.

Fractal Design Define S-12

 

Wie man sehen kann, passt eine 3,5″ Festplatten im linken Bereich genau rein, man muss allerdings aufpassen, da es wirklich etwas eng wird. Auf der rechten Seite sieht man, wie man die Kabel sehr gut verstauen kann, wenn man sie genau in die Kabelkanäle legt. Mit etwas mehr Aufwand und Arbeit lässt sich die Verkabelung außerdem ordentlich und auch sauber gestalten.

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Hier sieht man eine Beispielinstallation ohne Grafikkarte. Der CPU-Kühler ist ein massiver Kühler von Scythe. Selbst der wirkt im Gehäuse recht klein. Es gibt somit selbst mit einer riesigen Grafikkarte recht viel Platz oben rechts. Dort können keine weiteren Laufwerke installiert werden, auch wenn es den Anschein so macht. Stattdessen passen Radiatoren und eine Menge Lüfter rein.

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Durch diese stilistische Bauweise verschafft sich Fractal Design mit dem Fractal Design Define S eine ziemlich hohe Attraktivität für Modder, die Wasserkühlung nur im Gehäuse selbst verbauen wollen. Auch wenn keine Löcher im äußeren Bereich existieren, so konzentriert sich dieses hochwertige Gehäuse auf maximale Schalldämmung selbst mit Wasserkühlung. Auch für reine Luftkühler bietet das Gehäuse enormes Potenzial. Durch die Moduvent-Schächte lassen sich komplizierteste Airflows generieren. Dadurch erlangt man eine sehr gute Luftkühlung. Durch das große Leervolumen bietet das Gehäuse außerdem einen hohen Puffer für hohe Abwärme. Mittels der vielen Lüfterslots kann man bei Bedarf weitere Lüfter für höhere Kühlleistung installieren. Auch wenn es den Anschein erlangt, dass es nur Platz für bis zu 5 Laufwerke bietet und auch gar keinen Platz für optische Laufwerke im vorderen Bereich hat, so ist das Define S ein sehr modernes Gehäuse, was durch diese etwas abgespeckten Features keineswegs Nachteile zu erlangen vermag.

Fractal Design Define S-8

 

Geräuschentwicklung

Die beiden Fractal Design Lüfter sind auf „Silent“ ausgelegt und sind im Gehäuse wenig zu hören. Durch den Schallschutz kann man die Geräuschentwicklung um bis zu 15% senken. Entsprechend mittels der ModuVent-Abdeckungen kann man auch nochmals einiges am Airflow rausholen. Hier hat Fractal Design zwei nette Lüfter mitinstalliert, die man so auf jeden Fall mitnehmen kann. Der Schallschutz zahlt sich definitiv bei Magnetlaufwerken aus, da die Vibrationen gut gedämmt werden können.

Fractal Design Define S-19

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Extrem viel Platz für Wasserkühlung, Luftkühlung und vieles mehr.
  • Sehr stylisches Design
  • Hohe Kompabilität für Lüfter, Wasserkühlung und Motherboards
  • Schalldämmung

Neutral

  • Bis zu 3×3,5″/5×2,5″ Laufwerke installierbar

 

Contra

  • Kabelmanagement am Laufwerksbereich etwas eng

 

FAZIT

Fractal Design bietet mit dem Fractal Design Define S wahrscheinlich das beste Gehäuse für interne Wasserkühlungen an. Mit integriertem Schallschutz, modularen Abdeckungen, guter Verarbeitung sowie mit enormen Platz inklusive hoher Kompatibilität kann man mit dem Gehäuse nichts falsch machen. Daher vergeben wir den M4gic ProTip Award

M4gic ProTip Award

 

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