Dell XPS 12 – Die perfekte Symbiose aus Tablet und Ultrabook

Februar 25th, 2013 | Posted by Ferris in Hardware | Microsoft | Notebooks | Tablets | Testberichte
  

Vor einiger Zeit bin ich auf das Dell XPS 12 aufmerksam geworden und irgendwie fand ich das Konzept dahinter ziemlich cool, auch wenn es schon länger Convertibles gibt. Convertibles – also Laptops, die sich in ein Tablet verwandeln lassen. Für mich hat es bis jetzt aber nicht wirklich Sinn gemacht. Dies hat sich nun mit Windows 8 und der MetroUI geändert.

Das Gerät benutze ich nun seit ziemlich genau einer Woche und ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin! Warum? Wieso?
Zunächst sollte man wissen, dass ich eigentlich ein X220 von Lenovo einsetze, dies verfügt, genau wie das Dell auch über ein 12,5″ Display, daher musste ich mich hier nicht umgewöhnen. Die Größe ist für mich einfach perfekt. Die Geräte sind mobil, klein und leicht.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Dell XPS 12 ein Convertible, sprich man kann es zu einem Tablet umwandeln. Dies funktioniert beim XPS 12 indem man einfach den Bildschirm innerhalb des Rahmens dreht, klappt man das Display dann zu, hat man ein Tablet mit Windows 8 und Intel i5 / i7. Ich habe jetzt schon mehrfach gehört, dass einige das nicht so gut finden und lieber Tablet und Laptop getrennt haben. Das sehe ich auch so, ich sehe das Dell XPS aber auch nicht als Ersatz für ein Tablet. Für mich ist es ein super Ultrabook mit Touchscreen. Und mittlerweile möchte ich auf den Touchscreen nicht mehr verzichten, er ist eine super Ergänzung zum Trackpad. Die Möglichkeit es als Tablet zu nutzen ist für mich eher eine Möglichkeit on-top, die für das Gerät spricht.

Dell XPS 12 4
Für mich eignet sich Windows 8 auch nicht als Tablet-OS. Hier fehlen einfach richtig gute Apps, die in mir ein “Haben-Wollen”-Gefühl auslösen. Vielmehr ist Windows 8 für mich ein Desktopbetriebssystem mit einer guten Integration für Touchscreens. Dies mag aber jeder anders sehen.

Display:
Fangen wir einfach mal mit dem Display an. Das Display ist spiegelnd. Ich habe mit dem X220 bewusst auf ein mattes Display gesetzt, und jetzt weiß ich auch wieder warum diese Entscheidung die richtige war. Spiegelnde Display mögen den Vorteil haben, dass Farben besser wirken und es bessere Blickwinkel gibt, aber ganz ehrlich? Ich möchte eigentlich nicht sehen, was hinter mir passiert, während ich diesen Text tippe. Aber nun ja, es ist mittlerweile kaum noch möglich ein Laptop mit mattem Display zu bekommen, was beleibt übrig? Helligkeit auf maximal stellen!
Das im XPS 12 verbaute Display ist schön hell und hat knackige Farben, das gefällt mir wirklich sehr gut, dafür nimmt man dann auch gerne mal ein glossy Display in Kauf.
Ansonsten ist das Display wirklich TOP, die Größe mag mit 12,5 Zoll zwar Geschmackssache sein, ich komme damit aber super klar. Und es erfüllt für mich einen wichtigen Punkt, es bietet eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Grandios. Ich möchte schon an nichts anderem mehr arbeiten. Man kann auf einem 12,5″ Display zwei Word-Dokumente parallel öffnen und beide noch komplett lesen – gute Augen vorausgesetzt. Spart Zeit und viel wildes rumgewechsle zwischen Fenstern. Generell muss es, meiner Meinung nach, immer mindestens 1366 x 768 sein.
Sehr gut finde ich auch, dass Dell auf Gorilla Glas setzt, denn gerade Touchscreens zerkratzen häufig und Kratzer auf einem Laptop-Display sind nicht so toll.
Windows 8 kommt mit dieser Auflösung super klar und die Symbole usw. kann man in der Größe anpassen. Da solltet Ihr also keine Probleme haben.

Tastatur:
Für mich als jemanden, der viel schreibt, ist die Tastatur mit das wichtigste an einem Laptop. Hier ist die MacBook Tastatur ganz klar die Messlatte. Das XPS 12 kann hier aber locker mithalten! Die Tasten haben einen knackigen Druckpunkt und sie sind gut zu treffen, der Abstand zwischen den Tasten ist weder zu groß noch zu klein. Sehr angenehm finde ich auch die Hintergrundbeleuchtung, die sich selbstverständlich dimmen lässt. Lediglich die Enter-Taste könnte etwas größer sein, daran gewöhnt man sich aber nach wenigen Stunden.

Tastatur

Tastatur

 

Trackpad:
Wo wir gerade bei der Tastatur waren, folgt nun das Trackpad. Für mich gibt es nichts schlimmeres als ein Laptop mit einem schlechten Trackpad und davon gibt es leider viel zu viele. Das Trackpad des Dell Convertibles zählt eindeutig nicht dazu. Es ist ausreichend groß und verfügt über integrierte Maustasten, man kann also auf dem Gesamten Trackpad klicken. Zudem unterstützt es Multitouch-Gesten. Man kann also mit drei oder vier Fingern Bewegungen auf dem Trackpad machen. Wie man es bereits von den Macbooks her kennt.

Trackpad

Trackpad

Lautsprecher:
Die Lautsprecher haben mich wirklich überrascht! Der Klang ist für die Größe des Gerätes wirklich sehr gut und auch die maximal Lautstärke kann sich hören lassen. Leider sind Bässe nicht wirklich wahrnehmbar, liegt aber sicherlich an dem Gerät und dessen Größe an sich. Wenn man im Tablet-Modus ist, kommt man nicht an die Tastatur ran und deswegen gibt es auf der Seite einen Lauter- / Leiserknopf. Finde ich persönlich ganz praktisch. Der Klang liegt über meinen Erwartungen.

Akku:
Der Akku ist bei Ultrabooks immer so ein Ding, er ist in 90% der Fälle fest verbaut und da stellt auch das XPS 12 keine Ausnahme dar. Somit muss man sich mit dem Begnügen, was vorhanden ist.
Genau Zeiten kann ich nicht nennen, aber 8 Stunden, wie bei Dell angegeben sind es sicher nicht – ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Viel eher würde ich auf 6 Stunden tippen, bei ein bisschen Office und surfen. Ich komme eigentlich immer gut über den Tag, abends muss es aber spätesten an den Strom, je nachdem, was ich so gemacht habe.
An der Seite gibt es auch noch eine Ladesstandsanzeige in Form von LEDs, ganz praktisch wie ich finde. Für Nutzer, die das Gerät permanent am Strom lassen wollen, gibt es auch noch einen Schreibtisch-Modus.

Verarbeitung, Konnektivität und Lautstärke:
Aluminium, Kohlefaser und Gorilla Glas. Daraus besteht das Ultrabook. Diese Materialien wirken zusammen einfach nur super. Die Tastatur ist von einem Aluminiumrahmen eingefasst und auch das Display verfügt über einen Rahmen aus Aluminium, der eine gewisse Steifigkeit gibt. Dazu setzt man auf Kohlefaser um Gewicht zu sparen, eine wirklich schöne Kombination, die auch noch perfekt verarbeitet ist. Selten habe ich ein Laptop in der Hand gehabt, wo die Spaltmaße so gleichmäßig waren und das so robust gewirkt hat! Was mir auch besonders gefällt.
Wo Licht ist, ist auch Schatten, so oder so ähnlich ist es mit der Konnektivität. Das Dell XPS 12 ist perfekt verarbeitet dünn und leistungsstark, leider gibt es in so einem dünnen Ultrabook aber häufig wenige Anschlüsse und das musste ich auch beim XPS 12 wieder feststellen. Auf der linken Seite befindet sich ein Schalter zum Sperren der Auto-Rotation, ein Kombi-Headset-Port, der Ein- / Aussschalter und die Lautstärkewippe. Zudem findet man etwas weiter vorne noch einen der beiden Lautsprecher. Auf der Vorderseite und auch auf der Rückseite findet man nichts. Bleibt also nur noch die rechte Seite: eine Buchse für das Netzteil, ein Displayport, 2x USB 3.0, die Ladeanzeige und der zweite Lautsprecher. Ich vermisse hier ganz klar einen Kartenleser. Im Inneren findet man noch Bleutooth und WLAN. Hier hätte ich etwas mehr erwartet. Ich persönlich hätte noch einen zweiten Videoausgang gut gefunden, auch wenn man das so gut wie nie findet. Ich nutze am Schreibtisch gerne mehrere Monitore. Auch einen LAN-Anschluss vermisse ich etwas. Klar kann man den über einen USB-Adapter realisieren, dann steht aber auch nur noch ein freier USB-Port zur Verfügung. Das Gerät ist auf Mobilität ausgerichtet, und das merkt man auch.
Unter Last ist der Lüfter gut hörbar, er regelt aber auch relativ schnell wieder in einen niedrigeren Drehzahlbereich, insofern es möglich ist. Im normalen Betrieb (Mail, Surfen, Office) ist er aber so gut wie nicht hörbar.
Ich habe die absolute Top-Ausstattung in meinem Gerät. Neben einem i7 mit 1,9 GHz waren auch 8 GB Ram und eine SSD mit 256 GB Speicher mit von der Partie. Als Grafik setzt man auf eine Intel 4000. Insgesamt ist die Ausstattung also sehr gut. Und man sollte (mal abgesehen von Spielen) nicht auf Probleme stoßen.
Das Gerät lief durchgängig sehr schnell und performant. Ich kann mich somit nicht beschweren.

Anschlüsse auf der rechten Seite

Anschlüsse auf der rechten Seite

Fazit:
Das Dell XPS 12 ist meines Erachtens nach momentan das Gerät, welches die Brücke zwischen Tablet und Ultrabook am besten schlägt. Ich finde das Konzept einfach super. Die Verarbeitung und die gewählten Materialien sind ebenso gut. Das grandiose Display rundet das Gesamtpaket ab. Es macht einfach Spaß mit dem Gerät zu arbeiten und ich möchte es eigentlich gar nicht mehr hergeben. Eine klare Kaufempfehlung, wenn Ihr ein leichtes Ultrabook mit Touchscreen sucht. Die kleinste Variante schlägt mit 1199 € zu Buche. Je nach Ausstattung können daraus aber auch schnell 1500 € werden. Der Preis ist meiner Meinung nach aber vollkommen ok, denn man erhält ein wirklich gutes und grundsolides Gerät.

Das könnte dich auch interessieren:

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 You can leave a response, or trackback.