LG P720 OPTIMUS 3D MAX im Test: 3D Smartphone mit schlankem Design [Review]

August 23rd, 2012 | Posted by j4mel in Allgemein
  

Mit dem P720 Optimus 3D MAX präsentiert LG erneut ein stereoskopisches Smartphone, das 3D ohne Brille ermöglicht. Ist die 3D-Darstellung zum Vorgänger besser geworden oder blieb es nur bei einem Facelift? Verspricht das Optimus 3D MAX alles, was Nutzer von einem modernen 3D-Smartphone erwarten?

Auf den ersten Blick haben sich beim LG P720 Optimus 3D Max zum Vorgänger nur im Detail Dinge verändert. So verfügt das Optimus 3D Max über einen TI OMAP 4430 Dual-Core Prozessor mit je 1,2 GHz Taktrate, der durch den 1GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird. Das NOVA Display verfügt über eine 4,3 Zoll große Diagonale, eine Auflösung von 480 x 800 Pixel und 16,7 Millionen Farben. Damit hat das Display aber längst nicht so gute Kontrast- und Helligkeitswerte wie AMOLED-Displays und von der sichtbaren Strahlkraft des Optimus Black weit entfernt. Gut gefällt mir der 8GB große interne Speicher und die Erweiterbarkeit mit einer Micro SD-Karte auf bis zu 32GB.

 

Mit neuer Energie-Schalttechnik verspricht LG eine verbesserte Akkulaufzeit des 1520 mAh starken Akkus, die im Test deutlich besser als beim Vorgänger ist. Wenn man jedoch im 3D-Modus Videos guckt oder ein Spiel laufen lässt, verabschiedet sich der Akku bereits nach etwa 2 Stunden. Im Vergleich zum Vorgänger bleibt die Rückseite von übermäßiger Hitzeentwicklung verschont, was für mich ein Pluspunkt ist. Des Weiteren verfügt das Optimus 3D Max über drei Kameras – eine Frontkamera für Videotelefonie und zwei 5 Megapixel Kameras auf der Rückseite mit Full HD Videoaufnahme (1.920 x 1.080 Pixel)/HD in 3D (1.280 x 720). Ein weiteres Feature ist der verbaute NFC Chip (Near Field Communication), der bei mir aber nie zum Einsatz kam.

Design

Mit knapp 150 Gramm ist das Optimus 3D MAX deutlich leichter als der Vorgänger. Zudem überzeugt das beeindruckend schlanke Design von 9,6 Millimeter Gerätetiefe und das neue Design. Im Gegensatz zum Vorgänger findet sich kein HDMI-Ausgang, stattdessen lässt sich das Smartphone mithilfe von HDMI über MHL an den Fernseher anschließen. Insgesamt wirkt das Optimus 3D MAX sehr stabil und hochwertig verarbeitet. Das neue Design überzeugt und macht das 3D MAX wesentlich alltagstauglicher als den Vorgänger. Mir gefällt die Kombination aus Metall-Look und der schwarz gehaltenen Abdeckung bzw. Display. Auf der Rückseite sind die beiden Kameras nunmehr im Gehäuse verbaut und stehen somit nicht mehr aus, wie beim Optimus 3D. Ferner greift auch LG  wie bei Samungs Galaxy S2 zu einer geriffelten Plastikabdeckung für die Rückseite. Die Tasten an den Seiten wirken durch den Metall-Look nun deutlich hochwertiger. Die vier kapazitiven Android-Buttons sind geblieben, werden aber nun im Standby nicht mehr sichtbar.

Android

Geliefert wird das Optimus 3D MAX mit Android 2.3.6 Gingerbread. Nichtsdestotrotz wird es ein Update auf Android Ice Cream Sandwich demnächst geben. Im Großen und Ganzen ist die Benutzeroberfläche relativ gleich geblieben. Neu ist hierbei nur das Einstellen von vier verschiedenen Telefonschemas. Ansonsten läuft das Optimus 3D MAX sehr flüssig und stabil. Begeisterung dürfte das Anschauen von Full-HD Filmen und das Zocken von Games wie Asphalt oder NOVA sein – auch in 3D-Darstellung. Mit Quadrant-Benchmark erreichte das Optimus 3D MAX insgesamt gute 2219 Benchmarkpunkte.

3D in der Praxis

Ob man nun 3D Inhalte mag oder nicht, lieber mit Brille oder ohne, auf Monitor, TV oder Smartphone sei jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass das 3D Feature mich schon beim P920 Optimus 3D begeistert hat und für mich im Gegensatz zu anderen Smartphones als Pluspunkt gilt. Die Möglichkeit 2D-Inhalte durch den Konverter in 3D-Inhalte zu umwandeln ist bemerkenswert. Für Zocker ermöglicht die 3D-Darstellung vielmehr Spaß und Realismus. Mittlerweile kann man sogar Games wie Fruit Ninja, Angry Birds u.v.m. auf dem Optimus 3D und 3D MAX spielen. Wem das nicht reicht, der kann auch auf Youtube 3D sein Unwesen treiben und zahlreiche Inhalte bestaunen. Daher stelle ich fest, dass es an 3D-Inhalten für das Optimus 3D MAX nicht mangelt. Die Qualität der 3D-Darstellungen ist identisch geblieben und der Wechsel von zweidimensionalen Fotos zu dreidimensionalen bewirkt eine leichte Unschärfe, dafür aber eine beeindruckende, plastische Räumlichkeit. Darüber hinaus sind 3D-Inhalt sowohl im Hoch- als auch Querformat durchführbar, während dies beim Optimus 3D und HTC Evo 3D nicht möglich war.

Tipp: Es tritt generell bei allen autostereoskopischen 3D-Displays bei falscher Nutzung eine Ermüdung der Augen auf. Deshalb empfiehlt es sich dementsprechend eine Zeit lang in den 2D-Modus zu wechseln, um die Augen zu schonen. Auch wenn man beim LG Optimus 3D MAX das 3D-Feature ignoriert, bleibt es immer noch ein sehr schlankes und modernes Smartphone mit angemessener Leistung.

Fazit:

Mit dem Optimus 3D MAX bietet LG ein optimales 3D Smartphone mit vielen kleinen, aber bedeutsamen Features und ansprechendem Design an. Das Facelifting hat gut getan und die Software, darunter Android und der 3D-Modus, ausgereifter und insgesamt überzeugend. Alles in allem bietet das Optimus 3D MAX all das, was ein Nutzer sich von einem mordernen 3D-Smartphone wünscht. An dieser Stelle ein Dank an getgoods.de für die Teststellung.

Übrigens bei getgoods.de gibt es das LG P720 Optimus 3D MAX für etwa 340,- Euro.

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