Fahrbericht: Audi A6 Allroad Quattro – der Offroad-Kombi für alle Fälle

Juni 15th, 2012 | Posted by Frank Feil in Autos | Testberichte
  

Nachdem ich für stereopoly.de bei der internationalen Pressepräsentation des Audi A3 auf Mallorca war und sowohl den neuen Audi A3 als auch das beeindruckende Infotainment-System von Audi testen konnte, habe ich mich dazu entschlossen, hier auf m4gic.net künftig den ein oder anderen Fahrbericht zu veröffentlichten, während ihr bei stereopoly.de die Berichte zum Thema Infotainment findet. Los geht es heute mit dem Audi A6 Allroad Quattro, den mir Audi freundlicherweise für eine Woche zur Verfügung gestellt hat. In dieser Zeit habe ich über 1500 km mit dem Offroader von Audi zurückgelegt.

Der Test des neuen Audi A6 Allroad Quattro war für mich vor allem deshalb interessant, weil ich dem Mix aus Kombi und SUV anfangs recht kritisch gegenüberstand. Wer selbst noch nicht mit dem Kombi-Offroader von Audi unterwegs war, kommt allzu leicht voreilig zu dem Schluss, dass sowas doch keiner braucht. In den sieben Tagen mit dem Allroad Quattro habe ich allerdings schnell festgestellt, dass dieses Modell durchaus seine Daseinsberechtigung hat.

Bevor es losgeht, hier zunächst noch einige Basics zu meinem Testwagen:

  • Audi A6 allroad 3.0 biTDI quattro
  • 6-Zylinder-Dieselmotor
  • 8-Stufen tiptronic
  • 230 kw (313 PS) – der Sprint von 0-100 km/h ist in 5,6 s geschafft
  • Luftfahrwerk mit Audi drive select
  • Nachtsichtassistent
  • Adaptive cruise control
  • Audi side assist
  • Rückfahrkamera
  • Neigungsanzeige
  • MMI Navigation plus
  • Bang & Olufsen Advanced Sound System
Das waren jetzt mal die in meinen Augen wichtigsten Features über die der Testwagen verfügte – die komplette Liste wäre circa vier Mal so lang ;)
Die ersten paar Meter im Audi A6 Allroad Quattro legte ich recht gemächlich zurück, da es sich eben doch um keinen Kleinwagen handelt und man erst einmal ein Gefühl für die Größe bekommen muss. Beeindruckt hat mich, dass man dank dem Parkassistenten und der Rückfahrkamera in Parklücken einparken konnte, die auf den ersten Blick viel zu klein erschienen. Eben aus diesem Grund würde ich bei einem Auto dieser Größenordnung auch jedem empfehlen, auf dieses Feature nicht zu verzichten. Noch einen obendrauf hat Audi übrigens beim neuen Audi A3 gesetzt, der nicht nur selbstständig einparken kann, sondern sich auch gleich noch die passende Parklücke sucht.
Neben der Größe ist auch das Cockpit des A6 anfangs gewöhnungsbedürftig, da man von den ganzen Bedienelementen doch etwas erschlagen wird. Hier muss man Audi dennoch loben, denn auf Grund der intuitiven Anordnung der ganze Schalter findet man sich dann nach kurzer Zeit doch zurecht. Gut fand ich persönlich, dass gleich zwei Displays für das Infotainment-System (MMI Navigation plus) zur Verfügung standen. So war es möglich, beispielsweise die Audi connect Dienste auch während der Navigation problemlos zu bedienen, da diese auf dem zweiten Display neben dem Tacho weiterlief. Ein weiteres Highlight war das Bang & Olufsen Advanced Sound System mit – haltet euch fest – 15 Lautsprechern! Der 5.1 Surround Sound hat seinen Preis: 6.000 Euro kostet allein das Sound System.

So, nun zum eigentlichen Fahrbericht. Wie bereits angesprochen, war ich in den sieben Tagen über 1.500 km mit dem Audi A6 Allroad Quattro unterwegs und konnte diesen somit in allen möglichen Situationen testen. Um in jeder dieser Situationen die maximale Leistung aus dem Offroader rauszuholen, bietet Audi das so genannte Drive Select System. Am meisten Spaß macht mit Sicherheit der “Dynamic”-Modus. Hier katapultiert einem der 313 PS starke Motor in Kombination mit der 8-Stufen tiptronic binnen 5,6 s von 0 auf 100 km/h. In diesem Modus ist das Fahrwerk ganz unten und das Auto liegt wie ein Brett auf der Straße. Das Thema Spritverbrauch sollte man in diesem Fall am Besten komplett ausblenden, denn mit dem ein oder anderen Kickdown und entsprechend dynamischer Fahrweise sind 12 l auf 100 km problemlos zu erreichen. Übrigens: wer gerne auch mal selbst das Schalten übernehmen möchte, sollte einen Blick auf das Multifunktionslenkrad mit Wippschaltung werfen – Formel 1-Feeling garantiert ;)

Ganz anders sieht es im “Efficiency”-Modus aus. Das Auto liegt etwas höher und beschleunigt sanft auf die gewünschte Geschwindigkeit. Das Resultat: 6,9 l auf 100 km – für ein Auto dieser Größe und mit dieser Leistung ein akzeptabler Wert. Und dann wäre da noch der “Allroad”-Modus. Wählt man diesen aus, verwandelt sich der A6 vom sportlichen Kombi zum geländetauglichen Offroader, da sich das Luftfahrwerk um 35 mm anhebt. Der permanente Allradantrieb sorgt dafür, dass man so gut wie jedes Hindernis überwindet. Wer Angst hat umzukippen, kann die optionale Neigungsanzeige (siehe Video) nutzen, um eben dies zu verhindern. Ob man das wirklich braucht? Wer nur in der Stadt oder auf der Autobahn unterwegs ist sicherlich nicht. Wer aber ab und an (aus welchen Gründen auch immer) im Wald oder auf dem Feld unterwegs ist und dennoch nicht gleich einen “richtigen” Geländewagen kaufen möchte, wird die so vielfältigen Fahreigenschaften des Audi A6 Allroad Quattro schnell zu schätzen lernen.

Wie bereits im Video angesprochen (ja ich weiß, der Ton ist etwas zu leise, mein Mikrofon war aber leider defekt – sorry dafür), bin ich nach der einen Woche ein großer Fan der Adaptive Cruise Control geworden. Dieser Assistent erlaubt es euch, dem Auto eine Höchstgeschwindigkeit vorzugeben (auf der Autobahn beispielsweise 200 km/h). Solange kein anderes Auto vor euch fährt, fungiert Adaptive Cruise Control quasi als Tempomat. In dem Moment, in dem ihr einen Vordermann bekommt, erkennt das Auto diesen und orientiert sich an dessen Geschwindigkeit: bremst er, bremst ihr, beschleunigt er, beschleunigt ihr. Das funktioniert natürlich auch im Stau, da der Assistent das Auto auch komplett zum Stehen bringen und danach wieder anfahren kann. Für all diejenigen, die viel auf der Autobahn unterwegs sind ein absolutes Must-Have.

So viel zum neuen Audi A6 Allroad Quattro. Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr gerne auf mich zukommen. Ansonsten bis zum nächsten Fahrbericht!

P.S.: Da dies mein erster Bericht dieser Art war, freue ich mich natürlich auch über konstruktives Feedback, was die Auswahl der vorgestellten Themen angeht :)

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