Kleine Applikationen (die keiner braucht) überschwemmen den Markt! [Kommentar]
Januar 18th, 2012 | Posted by in AndroidSpätestens seit dem iPhone haben kleine mobile Anwendungen auf mobilen Geräten sich sehr schnell verbreitet. Die rasante Anzahl an den sogenannten “Apps” zeigt, wie hoch die Nachfrage ist. Doch dabei stellt sich die Frage: ist Quantität auch Qualität und steht der Erfolg eines Systems in Zusammenhang mit der Anzahl der verfügbaren Anwendungen?
Das iPhone hat seinen Erfolg sicherlich nicht allein Apple zu verdanken. Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben die vielen Entwickler, die mit vielen schönen Anwendungen unser Leben jeden Tag bereichern. Die Apps machen das iPhone zu dem was es heute ist und sind mit ein Grund für dessen Erfolg. Es gibt zur Zeit ca. 500.000 solcher Anwendungen (Apps) für iOS und ca. 400.000 für Android.
Windows Phone hat dagegen gerademal 50.000 Apps im Windows Phone Market. Es fehlen also 450.000 Apps um Sieger zu werden! Oder doch nicht? Ich persönlich hatte noch nie 50.000 Apps auf meinem Windows Phone installiert. Wer von euch hat alle Apps für iOS oder Android? Richtig. Keiner! Wie wir alle wissen, sind die meisten Apps im Store nicht zu gebrauchen.
Betrachten wir uns den Windows Phone Market mal genauer. Dabei stellen wir fest, dass es allein dort eine Menge Apps mit gleichem oder ähnlichem Anwendungsbereich gibt. 20 Prozent der Anwendungen sind sogenannte “Klon”-Apps.
Ein Bespiel: Auf der Suche nach einer “CNN”-App erhalten wir dort mehr als 70 Ergebnisse mit einem CNN-Logo. Keines davon ist eine “echte” offizielle CNN-Applikation.
Doch welche Applikationen werden eigentlich gebraucht? Sind es nicht die, die uns das tägliche Leben etwas einfacher und schöner gestalten? Sind es nicht die Apps, die am besten und am sinnvollsten programmiert wurden? Ich für meinen Teil habe nur Apps auf meinem Samsung Omnia 7 welche für mich am schönsten und auch am sinnvollsten sind. Dabei komme ich auf gerademal 20 Apps. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Betriebssystem mit 1000 Anwendungen im Store genauso erfolgreich sein kann, wie iOS oder Android. Das schnelle Wachstum interessiert mich beim Kauf eines Gerätes überhaupt nicht! Herzlichen Glückwunsch Apple. Sie haben den größten Appstore der Welt! – mit viel Müll und unnötigen Anwendungen, die kein Mensch braucht. Leider ist es bei Android nicht besser und Windows Phone ist auf dem besten Weg dorthin. Es kommt meiner Meinung nach mehr auf die Qualität der Anwendungen an. Microsoft, Google und Apple sollten deutlich mehr gegen dieses “Bulk-App-Publishing” tun!
An meinem Windows Phone gefällt mir sehr, dass ich viele Funktionen bereits im System habe. Wie z.B. das People-Hub, XBOX-Live, Twitter, Facebook, usw.. Ich kann ohne eine App meinen Status zu Twitter und Facebook hochladen. Das gefällt mir und ich will noch mehr Integartion! Im Windows Market fehlen nicht 450.000 Apps, sondern ein paar hochwertige Anwendungen die es bei iOS und Android bereits gibt. Dann steht dem Erfolg von Windows Phone nichts mehr im Weg!
Und jetzt würde ich gerne eure Meinung dazu hören! Danke! :)
Siehe auch: theverge
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Ich sehe das genau wie du. Es wird schon seit einiger Zeit eigentlich nur von Apps geredet. Natürlich steht und fällt eine Plattform mit ihren Anwendungen. Aber der Punkt dabei ist tatsächlich die Qualität der einzelnen Apps. Ein BlackBerry hat genau wie WP auch schon unzählige Features im OS integriert und man kann das Gerät auch sinnvoll einsetzen ohne erst unzählige Apps zu laden. Die Integration von der du sprichst ist für mich z.B. einer der Gründe für BB. Die Integration der einzelnen Funktionen in das OS selbst, ist auf anderen Plattformen durch eine Vielzahl von Apps, welche alle in ihrer eigenen kleinen Sandbox leben, einfach nicht gegeben. Jedenfalls soweit ich das beurteilen kann.
Was meint ihr zu diesem Thema? http://t.co/B2ugqKHQ
Du hast Recht, wenn du sagst, dass die Qualität eines Stores nich durch die Anzahl der verfügbaren Apps bestimmt wird. Allerdings hat man meiner Meinung nach unabhängig vom OS immer eine gewisse Quote an Bulk-Apps.
Wenn du ein neues super OS hast, das im Store nur die von dir angesprochenen 1000 Apps hat, kann es sogar sein, dass es die ultimativen Apps überhaupt sind. Sobald das die Nutzer mitbekommen, strömen sie auf dieses OS, Unternehmen haben $-Zeichen in den Augen und es werden massig Apps für diesen neuen coolen Store bzw. das dazugehörige OS portiert oder eben neu entwickelt. Letztenendes hat man dort irgendwann auch seine halbe Mille an Apps und es ist genauso ein ganzer Haufen Scheiße dabei.
Daher folgt dieser Schwanzvergleich mit der Anzahl der verfügbaren Apps wohl eher der Logik “Je mehr Apps, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass auch die ein oder andere gute dabei ist.” Selbst wenn im imaginären neuen super OS-Store alle 1000 Apps gut sind, hat Apple bei einer Bulk-Quote von 99% immernoch 5000 gute Apps – 5mal so viele.
Ich stimme auch zu wenn es darum geht dass der durchschnittliche Anwender nicht allzu viele Apps benötigt. Der Haken den ich jedoch bei der ganzen Sache sehe ist dass die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind und es schon eine gewisse “Masse” benötigt bis für jeden das richtige vorhanden ist.
Wenn ich mir Beispielsweise die ganzen hochqualitativen Twitter Apps bei Android anschaue wie (Twitter, Tweetcaster, Tweetdeck, Twicca, Plume, Seesmic etc..) dann könnte man meinen das 1-2 ausreichen würden aber dennoch fühlt sich jeder mit einer anderen am wohlsten.
Genau das gleiche Spiel bei den FotoApps. Die einen mögen Instagram, ich beispielsweise bevorzuge StreamZoo und Hipster, und der nächste nutzt wieder etwas ganz anderes.
So gesehen glaube ich schon dass es eine große Masse benötigt um die Bedürfnisse eines Nutzers möglichst gut zu befriedigen. Der Nachteil ist dann wiederum dass es ein wenig dauert die richtige App unter den ganzen für sich zu finden. Aber wem das zuviel Aufwand ist der kann sich ja noch immer durch die Featured Apps der entsprechenden Märkte klicken. Zumindest bei Android werden diese ja von mehreren GOogle Mitarbeitern reviewed und sollten dann zumindest eine gewisse Qualität bieten – denke bei iOS ist es ähnlich.
Das stimmt. Ich finde zum Beispiel bei Android fast keine Twitter-App designtechnisch gelungen, während andere die toll finden. Bei mehr Auswahl ist natürlich die Chance größer, was zu finden, das den eigenen Geschmack trifft ^^