Garmin GPSmap 62st im Test: Geocaching mit dem Smartphone oder GPS-Gerät? [Video]

November 30th, 2011 | Posted by Frank Feil in Allgemein
  

Geocaching wird von Jahr zu Jahr beliebter, was nicht zuletzt daran liegt, dass inzwischen auch alle modernen Smartphones sich für dieses Hobby eignen. Egal ob iOS, Windows Phone 7 oder Google Android, für jedes mobile Betriebssystem gibt es eine oder mehrere Geocaching-Apps. Aber wie sieht es eigentlich mit klassischen GPS-Devices aus? Ich habe für euch das Garmin GPSmap 62st mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass diejenigen, die wie ich zunächst ein Smartphone zum Geocaching benutzt haben, sich zunächst an die Handhabung des GPS-Geräts gewöhnen werden müssen. Die Haptik ist völlig anders und bietet natürlich auch nicht den Komfort, den man von einem 4″ Touchscreen gewöhnt ist. Zudem fehlt natürlich auch die direkte Anbindung ans mobile Internet, zum Beispiel zum Abrufen neuer Caches oder Informationen. Da stellt sich natürlich die Frage: wozu überhaupt ein GPS-Gerät, wenn man ein Smartphone hat?

Diese Frage möchte ich euch gern beantworten. Wie ihr bereits auf dem Bild sehen könnt, zeichnet sich das Garmin GPSmap 62st vor allem durch seine enorme Robustheit und die leistungsstarke GPS-Antenne aus. Stürze und Nässe, also Dinge auf die die meisten Smartphones sehr empfindlich reagieren, können dem Gerät nichts anhaben. Während GPS bei Smartphones eher ein Zusatz ist, ist es bei einem GPS-Gerät, wie es der Name bereits impliziert, das Hauptfeature. Aus diesem Grund könnt ihr euch auch sicher sein, dass der Empfang selbst im tiefsten Wald noch gewährleistet ist. Karten für Deutschland oder ganz Europa können bereits vorinstalliert werden und auch Geocaches lassen sich in ausreichender Zahl speichern. Wichtig wird das vor allem dann, wenn ihr euch “abseits der Zivilisation” bewegt. Ein Smartphone kann natürlich über das mobile Internet dynamisch Kartendaten und Geocaches abrufen, aber all das nützt nichts, wenn kein Empfang mehr da ist und das GPS-Signal durch ein paar Bäume gestört ist.

Das Garmin GPSmap 62st verfügt über ein 2,6″ (6,6 cm) großes, hochauflösendes, sonnenlichttaugliches Farbdisplay, einen barometrischer Höhenmesser, einen elektronischen 3-Achsen-Kompass und die ANT+ Technologie zum drahtlosen Datenaustausch. 500 MB Speicher sind ebenfalls integriert. Mit handelsüblichen Batterien kann man sich sicher sein, dass das Gerät auch bei mehrtägigen Touren nicht so schnell den Geist aufgibt und auch ansonsten ist das GPS von Garmin durchweg gelungen. In jeder Situation ist höchste Präzision garantiert. Das hat natürlich auch seinen Preis. Bei Amazon ist das Garmin GPSmap 62st momentan für rund 370 € gelistet.

Wer regelmäßig Geocachen geht, für den ist das Garmin GPSmap 62st definitiv eine Überlegung wert. Was man dabei in erster Linie beachten sollte ist, dass das Gerät eben über keinen Touchscreen verfügt (was für eine größere Widerstandsfähigkeit sorgt) und die Bedienung deshalb zeitweise etwas holprig ist. Garmin bietet hier Alternativen an, wie zum Beispiel das Oregon oder Dakota. Im Endeffekt muss jeder selbst herausfinden, was für den eigenen Bedarf optimal ist. Wer nur einmal im Monat in der örtlichen Fußgängerzone auf Schatzsuche gehen möchte, für den reicht jedoch ein Smartphone alle Mal.

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