Gepostet von Frank Feil in Android, Smartphones | 8 Kommentare
Google Android: die Updates sind der Fehler im System [Kommentar]
Google Android. Inzwischen kennt das mobile Betriebssystem jeder. Egal ob High-End-Smartphone oder Einsteigerhandy, das mobile Betriebssystem von Google hat für jeden Geschmack etwas zu bieten – und vor allem auch für jeden Geldbeutel. Die Tatsache, dass Google Android auf verschiedenen Smartphones mit unterschiedlicher Hardware laufen muss, hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Nach der Vorstellung von Google Android 4.0 Ice Cream Sandwich wähnte ich Google schon auf dem richtigen Weg. Aber dann ging wieder die Diskussion rund um Updates bei den Herstellern los. Das Thema Updates liegt auf Google Android wie ein Fluch. Obwohl Hersteller wie Samsung und HTC bereits angekündigt haben, dass einzelne Modelle das Update erhalten, darf dies nicht über die generelle Problematik hinwegtäuschen, die heute auch bei uns im Blog ein Leser angesprochen hat:
“Mir ist das zu blöd. Ich werde nicht wieder ein halbes Jahr auf ein Update fūr mein Galaxy S warten wie bisher. Falls es ūberhaupt je erscheinen wird. Dies ist einer der Gründe, warum ich mit Android durch bin.”
Mit dieser Ansicht ist er nicht alleine, wie ein Blick in einschlägige Foren zeigt. In absehbarer Zeit wird sich daran wohl aber auch nichts ändern. Google muss ein Update freigeben, die Hersteller müssen die Version an das jeweilige Smartphone anpassen und schließlich haben auch die Netzbetreiber noch ein Wort mitzureden. Schaut man sich diesen Prozess an, so verwundert es nicht, dass viele Hersteller einfach komplett auf Updates verzichten und das obwohl sie damit den Zorn ihrer Kunden auf sich ziehen. Inzwischen sind wir wenigstens schon soweit, dass so gut wie alle High-End-Smartphones zumindest ein oder zwei Updates erhalten. Wie der Kommentar oben zeigt, reicht das allein aber nicht aus, denn auch der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle. Kein Smartphone-Besitzer möchte ein halbes Jahr auf ein Update warten, das andere Smartphones bereits heute haben.
Jetzt wird wieder der ein oder andere sagen: dann hol dir doch ein Modell aus der Nexus-Reihe. Smartphones die den Titel Nexus tragen, bekommen Updates quasi direkt von Google. Zeitnah. So zumindest die Theorie. Kurz nach der Ankündigung von Google Android 4.0 Ice Cream Sandwich wurde bekannt, dass es für das HTC Nexus One kein Update geben wird. Schuld ist die Hardware. Nach knapp 21 Monaten ist also Schluss und das obwohl wir hier von einem Smartphone reden, dass bei der Markteinführung um die 500 € gekostet hat.
Jetzt ist der Zeitpunkt, bei dem es wieder heißt: die Android-Community entwickelt einfach eine “inoffizielle” Rom, die man dann installieren kann. Das mag vielleicht die Lösung sein für ein paar Experten unter den Android-Usern, aber definitiv keine befriedigende Lösung für den normalen Verbraucher. Es lohnt übrigens auch nicht die Apple-Keule zu schwingen, denn es ist zwar richtig, dass auch bei Apple irgendwann die Unterstützung für eine bestimmte iPhone-Generation nicht mehr gegeben ist, aber das immerhin erst nach drei Jahren. So wird das iPhone 3GS zumindest alle Updates für iOS 5 miterleben.
Google und die Hersteller müssen an diesem Problem arbeiten. Die Android-Community zeigt, wie schnell man auf inoffiziellem Wege ein Update auf sehr viele Smartphones bringen kann. Daran sollten sich alle anderen ein Beispiel nehmen. Das Ziel sollte es sein, dass jedes Android-Smartphone von jedem Hersteller zumindest über einen Zeitraum von zwei Jahren mit Updates versorgt wird und das ziemlich zeitnah. Erst wenn das gewährleistet ist, wird es keine frustrierten Android-Nutzer mehr geben, die nach Ende ihres zweijährigen Vertrages zu dem Schluss kommen, dass sie wohl doch besser bei iOS hätten bleiben sollen.

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So so, aber bei Symbian hat sich keiner über Updates beschwert?!
Google kann doch nichts dafür wenn die Hersteller so langsam sind bzw so viel modifizieren und anpassen (vor allem HTC!) dass sie ewig brauchen nach dem offen legen des Source Codes um die Updates zu liefern.
Ob Google etwas dafür kann oder nicht, ist erstmal egal. Es geht darum dass alle Beteiligten an dem Problem arbeiten müssen.
Ob das ein Fehler ist möchte ich nicht entscheiden, aber auch als überzeugter Android Fan muss ich dir Recht geben.
Ein ICS für alle wäre der richtige Schritt gewesen. Die verschiedenen Hersteller hätten ja per Update Ihre Anpassungen einspielen können.
Das es nicht so einfach wie bei iOS ist wo es nun mal nur einen Hersteller gibt und nur eine OS Variante zugelassen ist ist klar aber man könnte es User freundlicher gestallten auch bei Android.
Was ich allerdings sehr schade finde ist das Verhalten einiger Anbieter die halt sagen solange wir unserer Anpassungen nicht richtig zum laufen bekommen haben gibt es keine Updates und wenn das nie der Fall ist gibt es halt nie ein Update. Wunderbar zu sehen bei LG und dem Black (P970). Es gibt immer noch kein Update auf Gingerbread und auch keine Aussage dazu wann es kommen wird und trotz gerade einem Jahr alter Hardware gibt es kaum Hoffnung das es ICS für das Black geben wird. Leider ist hier auch nicht auf die Custom Rom Entwickler zu setzen da selbst hier gerade mal 2 max 3 lauffähige ROMs auf dem Markt sind.
Es ist halt alles ein bissel schwieriger wenn man 20 Anbieter hat und nicht nur einen wie beim Iphone aber es macht das ganze auch Interessanter und vor allem ist für jeden Geschmack was dabei.
g Martin aka Phoenyx
Das ist eben die Crux an der Sache. Unterschiedliche Hardware, unterschiedliche Hersteller. Das macht vieles sehr schwierig und wir werden nie erleben, dass ein Update veröffentlicht wird und jeder das bekommt. Ziel sollte eben sein, dass zumindest eine gewisse Erwartungssicherheit besteht.
Ich finde ihr solltet Google und den Updates dankbar sein! Was wäre hier nur bei einem globalen Rollout für alle Geräte los?
Genau, die ganzen “Android x.x.x für Gerät xyz steht zum Download bereit/Update verfügbar” Artikel würden für euch wegfallen. Und, seid mal ehrlich, DAS wollt ihr doch garantiert nicht!? Würden dadurch doch rund 50% eurer Besucher = Einnahmen wegfallen.
Also erstmal nachdenken, bevor man solche Kommentare hier veröffentlicht.
Hallo Farid,
dein letzter Satz nimmt mir bereits meine Antwort vorweg :)
Mir persönlich ist es herzlich egal, was die Gründe für all die fehlenden Updates sind. Ich bin zahlender Kunde und gebe nicht gerade wenig für so ein Gerät aus. Es ist nicht meine Aufgabe, mir den Kopf für Google und die Hersteller zu zerbrechen, warum die es nicht schaffen, ihre Systeme mehr als zwei Wochen (achtung Überspitzung) aktuell zu halten.
Wenn ich ein Gerät kaufe, das ein, zwei Monate nach dem Marktstart schon verramscht wird, fühle ich mich verarscht. Hinzu kommt, dass fast immer die Update-Zukunft vollkommen ungewiss ist. Dann weiß ich, dass die ihre Kunden und auch ihre eigenen Geräte nicht ernst nehmen.
Das gesamte Android-Universum ist ja kein Wohltätigkeitsverein. Hier geht es um Milliarden für alle beteiligten Firmen.
In allem Offenheits-Open-Source-Wahn vergessen viele Leute, dass es sich hier nicht um eine kleine, glückliche Familie handelt, bei der alle Mitglieder am Tisch sitzen und sich die Hände halten. Die Hersteller werfen ein Gerät nach dem anderen auf den Markt, dass einem schwindelig wird angesichts all der Formate, Namen und Typenbezeichnungen.
Ich habe vergangene Woche nach einem neuen Android-Handy gesucht und bin letztlich beim neuen Nexus hängengeblieben. Das is für 4.0 entwickelt worden und die Chancen stehen hoffentlich gut, dass Google und Samsung schnell Updates rausbringen. Alle anderen Geräte kann man derzeit nicht kaufen, weil sie a) entweder nicht auf 4.0 aktualisiert werden können oder b) irgendwelche Tasten nicht haben, die 4.0 wohl einführt. Sehr unglückliche Lösung.
Hoffe, dass sich diese Situation mit GoogleMotorola verbessert. So kann Google Druck auf Konkurrenten ausüben: Wenn Ihr nicht so schnell aktualisiert, werden die Kunden halt direkt bei uns kaufen.