Das NetBook und sein Siegeszug durch die multimediale Welt

September 21st, 2008 | Posted by Frank Feil in Archiv
  

Es hat eine Bildschirmdiagonale zwischen 7 und 10 Zoll, es kostet in der Regel weit unter 500 € und kann alles was ein vollwertiger PC auch kann: das NetBook.
Als Asus im letzten Jahr das sogenannte Eee Subnotebook ankündigte war der Firma wohl selbst noch nicht klar, was für einen Hype sie auslösen würde. Info- und Fansites zu dem “Volksnotebook” welches sich so gut wie jeder leisten kann, schossen aus dem Boden wie nichts. Als es dann endlich in den Handel kam, kam es bereits in den ersten Tagen zu Lieferschwierigkeiten auf Grund der hohen Nachfrage. Immerhin erhielt man für 300 € bis 400 € ein Notebook, welches abgesehen von der geringen Bildschirmgröße, seinen großen Brüdern in nichts nachstand. WLAN, eine Webcam, Festplatten mit bis zu 80 GB, alles war drin.

Gerade bei den ersten Modellen des Asus Eee wurde von vielen noch die geringe Bildschirmgröße kritisiert, ohne dabei die Tatsache im Auge zu behalten, dass das Gerät als reines Notebook für unterwegs konzipiert wurde und nicht fürs Arbeiten daheim.
Dennoch haben sich sowohl Asus als auch andere Hersteller die dem Trend hin zum Netbook gefolgt sind, die Kritik zu Herzen genommen und die Bildschirmdiagonale auf 8 bis 10 Zoll angehoben. Um einen kurzen Einblick zu erhalten warum ich vom “Siegeszug” der NetBooks im Titel spreche, hier mal eine kurze Übersicht über NetBooks die in den letzten Wochen angekündigt wurden (jeweils mit Link mit näheren Infos):

Ein Blick in die Liste zeigt deutlich, dass inzwischen alle größeren Hersteller von Notebooks ein NetBook im Sortiment haben: Asus, Acer, Samsung, Toshiba, Lenovo, BenQ, uvm.. Finde ich recht beeindruckend, wenn man bedenkt, dass noch vor ein paar Monaten die einzig nennenswerte Konkurrenz zum Asus Eee, das Acer Aspire One war. Acer war nun sogar einen Schritt schneller als Asus und verkauft sein Aspire One ab November subventioniert im Zusammenhang mit einem Datentarif bei T-Mobile. Die anderen Hersteller werden folgen.

Der Hype und die Nachfrage nach NetBooks sind derzeit riesig, nur warum überhaupt? Gilly hat vorhin im Twitter folgendes geschrieben: “Netbooks = Brauch ich nicht, will ich aber, sollte ich mir nicht kaufen werde ich aber dennoch tun”. Damit beschreibt er in meinen Augen einen der maßgeblichen Faktoren, die zum Erfolg der Sub-Subnotebooks beitragen.
Bei genauerer Betrachtung liegt der Durchschnittspreis der NetBooks zwischen 350 € und 400 €. Normale Notebooks (15,4 Zoll) erhält man inzwischen bereits für 550 €. Nur muss man hier eine ganz klare Unterscheidung treffen: bei dem “normalen” Notebook für 550 € brauch ich für die Arbeit daheim keinen extra PC, beim NetBook schon. Natürlich wird es nun Leute geben, die sagen, dass sie daheim nur ein NetBook haben, das stellt aber auf keinen Fall die Regel dar.
Somit brauch eigentlich jeder der ein NetBook hat noch einen weiteren Rechner. Nun kann man sich aber die nächste Frage stellen, warum Menschen die bisher mit einem Rechner daheim ausgekommen sind, auf einmal ein NetBook brauchen. Nur weil es jetzt NetBooks gibt, hat man nicht automatisch auch von unterwegs immer was zu erledigen, denn 400 € sind in der heutigen Zeit kein Betrag, den man einfach mal zum Vergnügen kurz ausgibt.
Ich denke, dass die meisten Besitzer eines NetBooks dieses nicht zwingend brauchen, aber von der Vorstellung einen vollwertigen PC quasi immer in der Tasche haben zu können, so begeistert sind, dass sie sich eben ein solches Gerät zulegen. Gerade wenn durch günstigere Datentarife (z.B. MoobiCent)
die Nutzung von UMTS und HSDPA noch erschwinglicher wird, wird so ein NetBook für die inzwischen vom Internet abhängige Gesellschaft immer interessanter.

Wie seht ihr die Sache? Was macht für euch den Erfolg der NetBooks aus bzw. wieso habt ihr/plant ihr die Anschaffung eines Netbooks? Geht es wirklich um eine Notwendigkeit oder spielt vielleicht doch ein gewisser Kultfaktor mit rein?

via bgr.com

Das könnte dich auch interessieren:

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 You can leave a response, or trackback.

6 Responses

  • Che777 says:

    Gewicht is n ganz großes Thema. Die Tastaturen sind beinahe vollwertig aber Akku und Gewicht deutlich geringer als bei so nem 15,4 Klotz mit 3 Kilo. Das nehm ich schneller irgendwohin mit, stört weniger auf dem Schoß wenn man irgendwo auf ner Bank chillt und was schreibt, liest o.ä….

  • michael says:

    Hier gibt’s übrigens auch einen Podcast zu diesem Thema:

    http://www.radio-g.net/radio-g-155-netbooks.html

  • m4gic says:

    ja ganz cooler beitrag, nur der vergleich zu macusern die auf style stehen find ich irgendwie unpassend, da die zielgruppen von Apple eigentlich eher Leute mit Geld sind und die von Herstellern von NetBooks gerade die ohne. Ausserdem sehen die meisten NetBooks auch nicht wirklich so prickelnd aus ;)

  • m4gic says:

    ja eben, das ist ja das was ich meine. gewicht und akku geht klar, nur wenn du auf ner bank chillst, ist es dir da 400 € wert von da aus ins internet zu gehen ;) das meinte ich ja mit nutzen ;)

  • torschtl says:

    Ich finde diese Art von Notebooks für all diejenigen gut, die bisher noch kein mobile device fürs Inet hatten. Ich hab jetzt seit mittlerweile 3 Monaten das iPhone 3G… ich würde jetzt keine weiteren 400€ für etwas ausgeben, was ich mehr oder weniger eh schon besitze…

  • m4gic says:

    genau das is z.b. auch mein problem. ich hab auch ein iphone 3G und da ne datenflatrate. wenn ich mir jetzt so en netbook kauf mit datentarif dann hät ich quasi zwei datentarife nur für was? und wenn ich karte vom iphone ins netbook mach muss ich wieder angst haben dass t-com sich angepisst fühlt.



Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>